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Gut Holzhausen

Gut Holzhausen, Außenperspektive Herrenhaus
Gut Holzhausen, Außenperspektive Herrenhaus, Brücke
Gut Holzhausen, Außenansicht Herrenhaus
Gut Holzhausen, Blick auf Wirtschaftshof Schloss Holzhausen
Wirtschaftsgebäude, Wassergraben mit Brücke
Taubenturm
Alte Rentei, Zustand nach Sanierung
Alte Rentei, Zustand nach Sanierung
Alte Rentei, Zustand nach Sanierung
Alte Rentei, Zustand nach Sanierung

Gut Holzhausen, Außenperspektive Herrenhaus
Gut Holzhausen, Außenperspektive Herrenhaus, Brücke
Gut Holzhausen, Außenansicht Herrenhaus
Gut Holzhausen, Blick auf Wirtschaftshof Schloss Holzhausen
Wirtschaftsgebäude, Wassergraben mit Brücke
Taubenturm
Alte Rentei, Zustand nach Sanierung
Alte Rentei, Zustand nach Sanierung
Alte Rentei, Zustand nach Sanierung
Alte Rentei, Zustand nach Sanierung
Standort
Gutshof 1
33039 Nieheim
  • Auszeichnung Ausgezeichnet
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
  • Sanierung Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
Baujahr:
14. Jh (ehem. Burganlage), 16. Jh. (Gutsanlage), 1809 (Herrenhaus)
Epoche(n):
Klassizismus
Urheber*in:
Wilhelm Carl Hisner (Herrenhaus)
Bauherr*in:

Das Gut Holzhausen bei Nieheim zählt zu den wenigen weitgehend vollständig erhaltenen historischen Gutsanlagen des Weserberglandes. Seit dem späten 15. Jahrhundert ist das Gut im Besitz des westfälischen Adelsgeschlechtes von Borch.
Die heutige Anlage entwickelte sich aus einer mittelalterlichen Wasserburg, deren bauliche Struktur seit dem 16. Jahrhundert schrittweise durch eine Vorburg, Wirtschaftsgebäude, das Herrenhaus und die umgebenden Wassergräben überformt wurde. Das Ensemble steht vollständig unter Denkmalschutz und wird sowohl landwirtschaftlich als auch gewerblich genutzt.

Die räumliche Organisation wird vom klassizistischen Herrenhaus und den vorgelagerten Wirtschaftsgebäuden bestimmt. Das Herrenhaus entstand zwischen 1801 und 1809 nach Plänen des Architekten Wilhelm Carl Hisner auf den Fundamenten eines älteren Vorgängerbaus. Der zweigeschossige Bau aus verputztem Bruchstein steht innerhalb der erhaltenen Wassergräben auf einem Kellergeschoss, das dreiseitig auf dem Niveau der Wassergräben freiliegt. Die Fassaden sind durch Gurtgesimse, Ecklisenen und einen Balkonanbau mit vier Säulenachsen gegliedert, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts ergänzt wurde. Die innere Raumorganisation folgt einem symmetrischen Grundriss und orientierte sich ursprünglich an französischen Vorbildern.

Der nördlich vorgelagerte Wirtschaftshof umfasst mehrere giebelständige Stallscheunen aus Bruchstein, einen historischen Taubenturm, das Verwalterhaus sowie weitere Wirtschaftsgebäude unterschiedlicher Bauzeiten. Die verschiedenen Gebäude des Ensembles wurden über mehrere Jahrzehnte schrittweise instandgesetzt und neuen Nutzungen zugeführt. Dabei blieb die historische Grundstruktur des Hofes erhalten, während einzelne ehemalige Wirtschaftsgebäude heute neben landwirtschaftlichen Funktionen auch für Veranstaltungen, kulturelle Angebote und Übernachtungsmöglichkeiten genutzt werden.

Besonders charakteristisch ist die alte Rentei, die den Wirtschaftshof räumlich gliedert und als eines der ältesten vollständig erhaltenen Gebäude der Anlage auf das Jahr 1572 zurückgeht. Der traufständige Bau verbindet massive Bruchsteinwände des Sockelgeschosses mit einer filigranen Fachwerkkonstruktion im Obergeschoss und gehört zu den prägenden Bestandteilen der ehemaligen Vorburg. Das Gebäude wurde unter enger denkmalpflegerischer Begleitung mit traditionellen Baumaterialien und handwerklichen Techniken saniert. Historische Bauteile und Oberflächen wurden, soweit möglich, erhalten und instandgesetzt, während die bestehende Raumstruktur an eine zeitgemäße Nutzung angepasst wurde. Seit der 2023 abgeschlossenen Sanierung befinden sich in der Rentei drei über mehrere Geschosse verteilte Ferienwohnungen.

Für die Instandsetzung der Alten Rentei wurde der Eigentümer 2026 mit dem ersten Preis des Bundespreises für Handwerk in der Denkmalpflege ausgezeichnet.

Auszeichnungen:

  • Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege 2026 NRW (DSD, ZDH), 1. Preis

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 22.10.2026

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