Sudetenstraße 35, 50354 Hürth
Legende für Merkmale
Objekt hat Auszeichnung
Objekt ist denkmalgeschützt
Objekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet
Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
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2015-2017
h4a Gessert + Randecker Generalplaner GmbH
(Architektur)
RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten
(Landschaftsarchitektur)
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Objektanzahl: 2565
50354 Hürth
Entfernung: 0.97 km
50354 Hürth
Entfernung: 1.06 km
50354 Hürth
Entfernung: 1.71 km
46236 Bottrop
41363 Jüchen
47475 Kamp-Lintfort
Die nach einer zweijährigen Bauzeit im Jahr 2017 fertiggestellte Gesamtschule Hürth markiert gemeinsam mit dem benachbarten Albert-Schweitzer-Gymnasium ein neues Schul- und Bildungszentrum der Stadt Hürth.
Der für etwa 1000 Schüler*innen ausgelegte Neubau stellt ein beispielhaftes Architekturkonzept gegenwärtiger Bildungsbauten dar und trägt sowohl schulisch als auch architektonisch zur qualitativen Aufwertung der südlich von Köln gelegenen Stadt bei.
Unter der planerischen Leitung des als Wettbewerbssieger hervorgegangenen Planungsbüros h4a Gessert + Randecker entstand ein nach gegenwärtigen Anforderungsprofilen energetisch nachhaltiger, kosteneffizienter und vielseitig anpassbarer Schulbau.
Das zwei- bis viergeschossige Schulgebäude setzt sich als Komplex aus drei Gebäudeteilen mit rechteckiger Grundfläche, Innenhof und kompakter Gebäudekubatur zusammen. Das gestalterische Konzept des Neubaus verfolgt das Ziel, trotz der Größe der Anlage eine klare Gliederung, Übersichtlichkeit und Adressbildung zu schaffen.
Die Anordnung der drei teils versetzten Baukörper folgt einem klar strukturierten, orthogonalen Entwurfskonzept und wird durch eine zentrale Flurerschließung organisiert, die das verbindende Element der Gebäudeteile bildet. Durch die versetzte Anordnung der Baukörper entstehen abwechslungsreiche Außenräume mit hoher Aufenthaltsqualität, die auch als Schulhof fungieren. Ergänzt wird das Ensemble durch eine Dreifachsporthalle, die den straßenseitigen Auftakt des Komplexes markiert.
Der zurückgesetzte mittlere Gebäudeteil beinhaltet den Haupteingang und definiert durch seinen Versatz einen eingefassten Vorplatz. In ihm sind zentrale Funktionen wie die Verwaltung, die naturwissenschaftlichen Fachräume, das Foyer, die Aula und die Mensa untergebracht. Das großzügig verglaste Foyer beinhaltet eine räumliche Schlüsselfunktion in der inneren Organisation der Schule: Es verbindet vertikal und horizontal die verschiedenen Ebenen und leitet direkt in die Flurerschließung über, die alle Baukörper miteinander verknüpft. Die Aula, die sich dem Foyer anschließt und durch eine zuschaltbare Mensa ergänzt wird, bildet das kommunikative und funktionale Zentrum des Schulalltags und stellt einen vielseitig nutzbaren Veranstaltungsraum dar.
Die Sekundarstufe I ist in einem ebenfalls viergeschossigen Baukörper mit rund 40 Klassenräumen angeordnet, während die Sekundarstufe II in einem zweigeschossigen Gebäudeteil mit zehn Klassenräumen gegliedert ist. Alle Baukörper verfügen über Innenhöfe, die eine natürliche Belichtung und Belüftung der Klassen ermöglichen und zugleich als Rückzugsorte und Lernzonen im Freien dienen.
Die äußere Gestalt des Schulbaus wird durch die betonte horizontale Geschossgliederung, großflächige Fensteröffnungen und eine umlaufende Holzfassade geprägt. Die Materialkombination aus Sichtbetonfertigteilen, Holz und Glas wirkt zugleich beständig und wertig.
Auszeichnungen:
Schulbaupreis Nordrhein-Westfalen 2018 (Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW / AKNW)
Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Zuletzt geändert am 25.03.2025
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Kategorien:
Architektur » Öffentliche Gebäude » Schulen/Kindergärten/Altenwohnanlagen