Kopernikusstraße 7-9, 40223 Düsseldorf
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Objekt hat Auszeichnung
Objekt ist denkmalgeschützt
Objekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet
Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
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1925-27 / 2010 (Sanierung)
Architekt Julius Stobbe
(Lutherkirche 1927)
Architekt Dipl. Ing. (FH) Andreas Brechtel
(Sanierung Gesamtkomplex)
Lepel & Lepel - Architektur Innenarchitektur
(Neugestaltung Altarraum)
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Objektanzahl: 2516
40225 Düsseldorf
Entfernung: 0.52 km
40223 Düsseldorf
Entfernung: 0.54 km
40217 Düsseldorf
Entfernung: 0.94 km
40217 Düsseldorf
Entfernung: 1.14 km
52074 Aachen
Die Lutherkirche in Düsseldorf Bilk wurde in den Jahren 1925 bis 1927 nach Plänen von Julius Stobbe errichtet. Stilistisch ähnelt die Kirche mit ihren Elementen des Klassizismus und des gemäßigten Expressionismus den etwa zeitgleich von Wilhelm Kreis errichteten Gebäuden der Gesolei. Wie auch Kreis kombinierte Stobbe Muschelkalk mit Backstein. Das große Muschelkalkportal mit Kinderfiguren wurde durch Emil Jungblut gestaltet. Eine umfassende Sanierung des Gesamtkomplexes erfolgte 2010 nach Plänen von Andreas Brechtel zusammen mit dem Kölner Architekturbüro Lepel & Lepel, das die Umgestaltung des Innenraums übernahm.
Ziel der Umgestaltung des Innenraums war es, eine engere Verbindung zwischen dem bühnenhaften Altarraum und der Gemeinde zu schaffen, da die liturgischen Handlungen zuvor mit einem großen Abstand ausgeführt werden mussten. Lepel & Lepel arrangierten und konzipierten daher die Prinzipalstücke Altar, Kanzel und Taufstein neu. Zudem wurden alle Wände und die Decke mit einem hellen weiß versehen, sodass optisch keine Trennung mehr zwischen Altarraum und Kirchenschiff vorliegt.
Ein neues, nur leicht zum Boden des Kirchraums erhöhtes Podest rückt Kanzel und Taufstein näher an die Gemeinde heran und erweitert den Altarraum. Als Material für Kanzel und Taufstein, die als reduzierte und schlichte Stelen gestaltet sind, wurde weißer, feinporiger Beton gewählt. Der Altar besteht aus aufeinander geschichteten Holzplatten die durch Steine voneinander getrennt werden und an einem Stahlstab ausgerichtet sind. Er erinnert in seiner provisorisch wirkenden Konstruktion an die im Alten Testament beschriebenen Altäre und kann durch die geschichteten Platten bei Bedarf auf- und abgebaut werden.
Auszeichnungen:
red dot design award: product design 2011, "red dot" Award
Iconic Awards 2013, Winner Interior / Public Innenraumgestaltung
Deutscher Innenarchitekturpreis 2014 (Bund Deutscher Innenarchitekten), 2. Platz
best architects award 14 (zinnobergruen gmbh), Auszeichnung Innenausbau
Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Zuletzt geändert am 05.03.2021
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