baukunst-nrw

Hinterhofbebauung "Hofgeflüster"

Perspektive aus Blickrichtung Nordwesten
Frontansicht aus Blickrichtung Westen
Gartenansicht aus Blickrichtung Süden
Gartenansicht, Position im Hinterhof
Gartenansicht, großformatige Fensterflächen
Eingefasster Eingangsbereich
Eingangstür, rohe Sichtbetonoberflächen
Erdgeschoss, Kücheninsel, offener Essbereich
Erdgeschoss, Küche, offener Essbereich
Badezimmer
Badezimmer
Sichtbetontreppe
1. Obergeschoss, offener Wohnbereich
1. Obergeschoss, offener Wohnbereich, Sichtbetontreppe
2. Obergeschoss, offener Schlafbereich
Lageplan
Schematische Isometrie
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss 1. Obergeschoss
Grundriss 2. Obergeschoss

Perspektive aus Blickrichtung Nordwesten
Frontansicht aus Blickrichtung Westen
Gartenansicht aus Blickrichtung Süden
Gartenansicht, Position im Hinterhof
Gartenansicht, großformatige Fensterflächen
Eingefasster Eingangsbereich
Eingangstür, rohe Sichtbetonoberflächen
Erdgeschoss, Kücheninsel, offener Essbereich
Erdgeschoss, Küche, offener Essbereich
Badezimmer
Badezimmer
Sichtbetontreppe
1. Obergeschoss, offener Wohnbereich
1. Obergeschoss, offener Wohnbereich, Sichtbetontreppe
2. Obergeschoss, offener Schlafbereich
Lageplan
Schematische Isometrie
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss 1. Obergeschoss
Grundriss 2. Obergeschoss
Standort
Mettmaner Straße 12
40233 Düsseldorf
  • Auszeichnung Ausgezeichnet
Baujahr:
2020-2022
Epoche(n):
Gegenwart
Urheber*in:
Bauherr*in:

Das Projekt der Hinterhofbebauung Hofgeflüster stellt einen anspruchsvollen Beitrag zur innerstädtischen Nachverdichtung dar und verdeutlicht exemplarisch die Potenziale von Restgrundstücken innerhalb historisch gewachsener Blockrandstrukturen.

Das dreigeschossige Einfamilienhaus wurde als Nachverdichtung eines Innenhofs im Düsseldorfer Stadtteil Flingern errichtet, einem Quartier, das gleichermaßen von industrieller Vergangenheit wie von gegenwärtigen Transformationsprozessen geprägt ist. Die Realisierung des im Jahr 2022 fertiggestellten Projekts erfolgte durch das Düsseldorfer Planungsbüro Buddenberg Tauchmann Architekten.

Der Baukörper ist auf einem schmalen, von der Straße aus nicht einsehbarem Grundstück im Innenhof eines dreieckig zulaufenden Blocks positioniert, dessen geometrische Form und Erschließung die architektonische Setzung maßgeblich bestimmen. Der Zugang erfolgt über die Tordurchfahrt eines Vorderhauses an der Mettmanner Straße, wodurch das Gebäude im Stadtraum nicht direkt sichtbar ist und erst im Inneren des Blocks in Erscheinung tritt. Die grenzständige Bebauung an der Brandwand des östlichen Nachbargebäudes sowie die begrenzte Grundstücksfläche führten zu einer konsequent vertikalen Organisation des Raumprogramms. Anstelle einer flächigen Ausdehnung wurde das Einfamilienhaus mit drei Vollgeschossen ohne Keller geplant, sodass sowohl die erforderlichen Abstandsflächen eingehalten als auch das Baugrundstück effektiv ausgenutzt werden konnten.

Sowohl außen- als auch innenräumlich zeichnet sich das in Sichtbeton ausgeführte Gebäude durch eine reduzierte, geradlinige Formensprache mit präzise positionierten Fensteröffnungen und einer homogenen Außenfassade in Besenstrichputz aus. Zur unmittelbaren Nachbarschaft sind die Fassaden weitgehend geschlossen ausgebildet und verleihen dem Haus durch kleine, rhythmisierte Fensteröffnungen eine gewisse Wehrhaftigkeit. Nach Süden hingegen öffnet sich der Baukörper mit großformatigen Verglasungen zum übrigen Innenhof und orientiert die Aufenthaltsräume zum rückwärtigen Gartenraum. Durch den leichten Vorsprung der südlichen Fassade entsteht ein geschützter Außenbereich, der trotz der dichten städtischen Umgebung eine hohe Aufenthaltsqualität als privater Rückzugsraum bietet.

Die innenräumliche Gestaltung folgt einem asketischen, auf das Wesentliche reduzierten Materialkonzept aus Glas und Beton. Sichtbar belassene Betonoberflächen an Wänden und Decken, eine fugenlose, homogen verarbeitete Bodenbeschichtung sowie minimalistische Einbauten und sichtbare Leitungen prägen die Raumwirkung. Die bewusst reduzierte Materialästhetik erzeugt eine klare, nahezu rohe Atmosphäre, die den konstruktiven Charakter des Gebäudes offenlegt und zugleich als Hintergrund für individuelle Anpassungen durch die Bewohner dient. Die hohe thermische Speichermasse der Betonbauteile trägt zur Reduktion von Temperaturschwankungen bei und ist integraler Bestandteil des energetischen Konzepts, das durch eine solarthermische Anlage auf dem Flachdach ergänzt wird. Textile Verschattungselemente an der Südfassade begrenzen den sommerlichen Wärmeeintrag und ermöglichen zugleich eine flexible Regulierung von Sichtbeziehungen und Privatheit.

Auszeichnungen:

  • Häuser des Jahres 2024 (Callwey Verlag), Auszeichnung
  • Auszeichnung Vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen 2025 (Land NRW/Architektenkammer NRW)
  • Architekturpreis Düsseldorf 2023 (BDA), Anerkennung

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 22.12.2025

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