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Haus Schede

Rückwärtige Ansicht mit Grünfläche

Rückwärtige Ansicht mit Grünfläche
Standort
Schede 3
58313 Herdecke
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
  • Sanierung Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
Baujahr:
1804 / 1904
Epoche(n):
Jugendstil
Urheber*in:
Architekt Peter Behrens (Blauer Salon 1904/05)
Bauherr*in:
Internet:
www.route-industriekultur.de

Das auf einer Kuppe der Ardeyhöhen gelegene Gut Schede lässt sich bereits seit dem 9. Jahrhundert nachweisen. Das aus verschiedenen Gebäuden bestehende Gut ist ein deutliches Beispiel für eine Gutshofanlage. Das alte Gut wurde im späten 17. Jahrhundert erneuert, aus dieser Zeit stammt wohl das alte Gutshaus.
Zwischen 1804 und 1810 ließ, Peter Nicolaus Harkort (1755 - 1817) auf der Höhe des Ardeykamms völlig neue Gebäude errichten. Diese demonstrierten, von einer Scheune abgesehen, den gesellschaftlichen Anspruch der nunmehrigen Fabrikanten.
Das Gebäude ist ein zweigeschossiger Werksteinbau aus Ruhrsandstein. Karl Ernst Osthaus und Elisabeth Harkort, geborene Funcke, kannten sich gut. In den Jahren 1904 und 1905 ließ die junge Frau die Innenräume von Haus Schede umgestalten. Osthaus empfahl die Künstler. Zur Zeit des Jugendstils entwarf Henry von de Velde zwei Zimmer im Ornamentenstil. Alles im Raum ist einbezogen worden: Kamin, Stuckdecke, Bücher, Teppiche, Tür und Türgestelle. So sind die Zugangstüren auf der Außenseite jeweils in der alten Form um die Jahrhundertwende 1800 zu bestaunen, doch innen glänzen sie im reinsten Jugendstil.
Nach dem Entwurf von Peter Behrens, dem damaligen Leiter der Kunstschule Düsseldorf, wurde in der nordwestlichen Ecke vom Wirtschaftsflügels 1904 ein "Blauer Salon" eingefügt. Dieser fällt vor allem durch eine halbkreisförmige Fensterfront auf, die aus der Hausecke über einer vorkragenden Platte mit Flachdach herausragt. Ein schmaler umlaufender Balkon mit geschmiedetem Geländer befindet sich vor diesem Fenster. Bis heute befindet sich Gut Schede im Besitz der Familie Harkort, die dort lebt und es bewirtschaftet.

Autor*in: Route Industriekultur / Redaktion baukunst nrw
Text zuletzt geändert am 26.09.2007

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