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Alte Samtweberei Krefeld

Alte Samtweberei Krefeld, Eckansicht
Straßenansicht Alte Samtweberei Krefeld
Fassadenansicht Alte Samtweberei Krefeld
Fassadenausschnitt Alte Samtweberei Krefeld
Hofansicht Alte Samtweberei Krefeld
Innenhof mit Laubengängen und Balkonen

Alte Samtweberei Krefeld, Eckansicht
Straßenansicht Alte Samtweberei Krefeld
Fassadenansicht Alte Samtweberei Krefeld
Fassadenausschnitt Alte Samtweberei Krefeld
Hofansicht Alte Samtweberei Krefeld
Innenhof mit Laubengängen und Balkonen
Standort
Lewerentzstr. 106
47798 Krefeld
  • Auszeichnung Ausgezeichnet
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
  • Sanierung Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

Um 1890 wurden die Gebäude Lewerentzstraße 106 und das Lager- und Fabrikationsgebäude Tannenstraße 79 der ehemaligen Samtweberei Scheibler & Co. in Krefeld errichtet. Die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude der alten Samtweberei wurden bis in die 1960er Jahre mehrfach erweitert und schließlich in den 1970er Jahren stillgelegt. Danach dienten sie bis 2008 der Stadtverwaltung als Bürofläche. Nachdem die Gebäude mehrere Jahre ungenutzt waren, wurden sie bis 2017 zu Wohnungen und in Teilen des Erdgeschosses zur Büro- und Gemeinschaftsnutzung („Nachbarschaftswohnzimmer“) umgebaut. Der Entwurf von Heinrich Böll sieht vor, die zu industriellen Zwecken errichtete Architektur der Samtweberei für die Anforderungen der neuen Nutzung zu transformieren, ohne dabei die bestehende Substanz und ihre Geschichte in den Hintergrund zu stellen.

Die vorhandenen Eingänge auf der Straßenseite und die vertikale Erschließung über zwei Treppenhäuser wurden erhalten und zur Sicherstellung der Barrierefreiheit um Zugänge auf der Hofseite sowie um zwei Aufzüge innerhalb der Gebäude ergänzt. Neue Laubengänge an der Hofseite des Gebäudes Tannenstraße 79 ermöglichen die Untergliederung der großen Flächen in kleinere Wohneinheiten. Gemeinschaftsterrassen an den Laubengängen, neue Balkone und die Erweiterung der „Laderampe“ ergänzen die Wohnflächen um private bzw. halbprivate Freiflächen. So entstanden 32 Wohnungen von ca. 25 qm bis 140 qm mit Raumhöhen um 3,80 m.

Ein Teil der Wohnungen in der alten Samtweberei wurde gemäß Wohnraumförderungsbestimmungen NRW gefördert. Das stadtbildprägende Baudenkmal bietet nun Raum zum Wohnen, Arbeiten und Verweilen verbunden mit der Einzigartigkeit seiner Industriearchitektur.

Auszeichnungen:

  • NRW Landespreis 2017 für Architektur, Wohnungs- und Städtebau (MBWSV NRW in Kooperation mit AKNW NRW und IK-Bau NRW) - Gutes Bauen im öffentlich geförderten Wohnungsbau

Autor*in: Dipl.-Ing. Heinrich Böll Architekt BDA DWB / Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 05.06.2025

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