44625 Herne
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Denkmalgeschützt
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Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
- Baujahr:
- 1908
- Epoche(n):
- Jugendstil
- Urheber*in:
- Bauherr*in:
- Internet:
- www.route-industriekultur.de
Herne ist nicht nur Bergbaustadt, sondern auch bekannt als "Stadt der Bohrhämmer". Denn 1902 siedelte sich hier eines der bedeutendsten Zulieferunternehmen für den Bergbau an: die Flottmann-Werke. Als 1908 der Neubau einer Schmiede, Schlosserei, Ausstellungs- und Versandhalle notwendig wurde, beauftragte Flottmann die Architekten Schmidtmann und Klemp. Aus ihrer Zeichenfeder stammt der symmetrisch gegliederte, fünfschiffige Baukörper an der Flottmannstraße. Er verbindet die Formensprache des ausklingenden Jugendstils Darmstädter Richtung mit sachlicher Strenge und Monumentalität.
An der ersten Mechanisierungswelle im deutschen Steinkohlenbergbau hatten Flottmans Druckluft-Abbauhämmer wesentlichen Anteil. Wurden vor dem Ersten Weltkrieg mit ihrer Hilfe gerade einmal 2% der Kohle maschinell gewonnen, waren es 1932 bereits 97%. Nach 1945 warteten neue Aufgaben auf den Betrieb. Handelsbeziehungen mussten neu geknüpft, Maschinen und Produktionsstätten modernisiert werden. Auch in den folgenden Jahrzehnten konnten sich die Flottmann-Gewinnungsmaschinen auf dem Markt behaupten. 1983 zog der Betrieb ein zweites Mal um - eine Gefahr für die ausgedienten Fabrikgebäude: die Abrissbirne drohte. Aber der Trakt an der Flottmannstraße wurde als denkmalschutzwürdig eingestuft und so im letzten Moment gerettet. Umgebaut und renoviert ist er heute ein weit über Herne hinaus bekanntes und beliebtes Zentrum für Kunst, Musik, Theater und Sport.
Autor*in: Route der Industriekultur/ Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 19.02.2008
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