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Drahthaus Düsseldorf

Drahthaus Frontfassade
Drahthaus Gesamtansicht Straße
Drahthaus mit Seitenwänden
Drahthaus Fassade mit Eingang
Drahthaus mit grünem Vorbereich
Drahthaus Eingangsbereich
Eingang Drahthaus

Drahthaus Frontfassade
Drahthaus Gesamtansicht Straße
Drahthaus mit Seitenwänden
Drahthaus Fassade mit Eingang
Drahthaus mit grünem Vorbereich
Drahthaus Eingangsbereich
Eingang Drahthaus
Standort
Kaiserswertherstraße 137
40474 Düsseldorf
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt

Der Fachverband der Drahtindustrie beauftragte Helmut Hentrich und Hans Heuser, auf der Kaiserswerther Straße ein lang gezogenes, rechteckiges Verwaltungsgebäude zu errichten. In den Nachkriegsjahren entwickelte sich die parallel zum Rhein verlaufende Kaiserswerther Straße, lange vor dem Ausbau des linksrheinischen Seestern-Areals, zu einem frühen Office District, zu der einige Jahre später auch die Fachhochschule hinzukam. Tatsächlich steht das Drahthaus, das Helmut Hentrich mit seinem wenig später verstorbenen Partner Hans Heuser entwarf, am Beginn einer geregelten Bautätigkeit nach dem 2. Weltkrieg und innerhalb weniger Jahre wurde es richtungsweisend für die deutsche Nachkriegsarchitektur. Jörg Heimeshoff, bis 2017 Leiter der Unteren Denkmalbehörde, bezeichnete das Drahthaus „als frühes Beispiel für die Wiederaufnahme der Moderne bei gleichzeitiger Weiterverwendung konservativer Gestaltungselemente.“

Tatsächlich sind die konservativen Elemente noch deutlich erkennbar an der völlig gleichmäßigen Fassadengliederung. Zu dieser starr-orthogonalen Rasterung tritt an den übrigen Seiten eine massive Klinkerwand, die dazu führt, die durch die Straßenfront evozierte Leichtigkeit wieder aufzuheben. Andererseits heben Hentrich und Hauser die modernen Materialien Stahl und Glas eigens hervor – durch die Reihung der Verbundglasfenster, durch die runden, freistehenden Stahlrohrstützen und durch die mit Draht verspannten Stahlrahmen, die als Brüstungsgeländer dienen. Aus diesem Grund wirkt die Vorderfront besonders leicht. Diesen Eindruck unterstreicht auch der halbrund aus der Front herausgelöste, mit einem filigranen Vordach ausgestattete, verglaste Eingangsbereich. Dieser besticht durch die lichte Atmosphäre und die filigrane Gestaltung der Wendeltreppe.

Autor*in: Dr. Klaus Englert / Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 29.12.2022

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Architektur Öffentliche Gebäude Verwaltungsgebäude/Rathäuser