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Haus Rheder in Brakel

Haus Rheder, Gartenseite von Südwesten
Blick über den Schlosspark mit Gartenansicht des Herrenhauses
Herrenhaus von Osten
Nordwestansicht Herrenhaus
Südansicht mit ehemaliger Orangerie
Vorburg Straßenseite
Blick vom Innenhof auf die Vorburg
Torhausrisalit der Vorburg
Blick in den Gartensaal
Blick in den Gartensaal
Deckengemälde im Gartensaal
Blick ins Jagdzimmer
Blick ins Chinesische Zimmer

Haus Rheder, Gartenseite von Südwesten
Blick über den Schlosspark mit Gartenansicht des Herrenhauses
Herrenhaus von Osten
Nordwestansicht Herrenhaus
Südansicht mit ehemaliger Orangerie
Vorburg Straßenseite
Blick vom Innenhof auf die Vorburg
Torhausrisalit der Vorburg
Blick in den Gartensaal
Blick in den Gartensaal
Deckengemälde im Gartensaal
Blick ins Jagdzimmer
Blick ins Chinesische Zimmer
Standort
Nethetalstraße 10
33034 Brakel
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
Baujahr:
1716-1722 (Vorburg) / 1750 (Herrenhaus)
Epoche(n):
Barock
Urheber*in:
Bauherr*in:

Die barocke Schlossanlage von Haus Rheder im Kreis Höxter umfasst ein Ensemble aus Hauptgebäude, Vorburg, Barockgarten und einem weitläufigen Landschaftspark. Ein wirtschaftlicher Bestandteil des Ensembles ist die seit 1686 bestehende Brauerei, die bis heute in der Vorburg ansässig ist.

Die Vorburg (1716-1722) wird überwiegend Johann Conrad Schlaun zugeschrieben, wobei ein Entwurf von Gottfried Laurenz Pictorius miteinbezogen wurde. Sie ist als dreiflügelige, zweigeschossige Ökonomieanlage mit polygonalen Ecktürmen und risalitartigem Torhaus angelegt, öffnet sich zum Haupthaus und bildet nach Osten den Abschluss zur Ortschaft.

Das Hauptgebäude wurde ab 1750 im Auftrag von Freiherr Franz-Josef von Mengersen errichtet und ist ein schlichter, zweigeschossiger Baukörper mit elf Achsen über Sockelgeschoss. Die Eingangsseite wird durch kurze Seitenflügel und einen zentralen, mit Lisenen gefassten Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel gegliedert. Eine repräsentative, zweiarmige Freitreppe führt zur Eingangstür mit Datierung „1750“ und Adelskrone. An der Gartenseite tritt ein zentraler, polygonaler Mittelrisalit hervor, ehemals flankiert von Terrassen mit Orangerien – heute nur noch im Süden erhalten.

Im Inneren gliedert sich das Haus um ein zentrales, zweiachsiges Vestibül, das zu einem Treppenhaus, einem Jagdzimmer und dem Gartensaal führt. Die Repräsentationsräume auf der Parkseite sind aneinandergereiht in Enfilade organisiert. Eine Kapelle im südlichen Seitenflügel ist sowohl vom Innenraum als auch vom Hof zugänglich.

Der barocke Garten, ehemals vollständig ummauert, ist in Teilen erhalten und bildet mit dem angrenzenden Landschaftspark eine bedeutende historische Kulturlandschaft. Seit 2003 ist im Park eine skulpturale Installation von Jenny Holzer zu sehen – eine "Rauminszenierung" aus beschrifteten Baumstämmen mit Texten von Holzer und Henri Cole.

Das Ensemble beinhaltet heute auch kulturelle und gastronomische Funktionen: Ein Café wurde in der erhaltenen Orangerie eingerichtet, während Kapelle und Gartensaal für private Veranstaltungen und Trauungen zur Verfügung stehen.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 19.05.2025

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