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Villa Herberts mit Skulpturenpark Waldfrieden

Villa Herberts im Skulpturenpark Waldfrieden
Blick auf die Terrasse der Villa
Ausstellungspavillon im Skulpturenpark Waldfrieden
Skulpturen von Tony Cragg

Villa Herberts im Skulpturenpark Waldfrieden
Blick auf die Terrasse der Villa
Ausstellungspavillon im Skulpturenpark Waldfrieden
Skulpturen von Tony Cragg
Standort
Hirschstraße 12
42285 Wuppertal
  • Auszeichnung Ausgezeichnet
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
  • Sanierung Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
Baujahr:
1947-50
Epoche(n):
Gegenwart
Urheber*in:
Tony Cragg (Skulpturenpark)
Bauherr*in:
Internet:
skulpturenpark-waldfrieden.de

Ein 1894 errichtetes Haus mit ausgedehntem Anwesen, das der Lackfabrikant Kurt Herberts 1940 erworben hatte, war der Vorgängerbau der Villa Waldfrieden in Wuppertal. Bei Luftangriffen auf Barmen wurde es 1943 zerstört. Mit dem Wiederaufbau der Villa über dem erhaltenen Souterrain-Geschoss beauftragte Herberts gleich nach Kriegsende den Künstler und Architekten Franz Krause, den er wegen der „Originalität seiner Gedankengänge“ schätzte. Im Verlauf der Planung ließ sich der Bauherr für das Experiment einer „reziproken“ Architektur und damit für einen Neubau gewinnen und beteiligte sich am unkonventionellen Entwurfsverfahren. Abgesehen von der Vorgabe, das alte Kellergeschoss einzubeziehen, ließ er dem Architekten freie Hand. Die singuläre organische Form des Gebäudes entwickelte Krause in Korrespondenz zu drei dynamischen Faktoren: zu den Bewegungen des menschlichen Körpers, zur Natur des umgebenden Geländes und zum einfallenden Tageslicht. Das zweigeschossige Wohnhaus und die Gelände- und Gartengestaltung wurden zwischen 1947 und 1950 realisiert.
2006 erwarb der Bildhauer Tony Cragg mit dem Anwesen auch die unter Denkmalschutz stehende Villa Herberts bzw. Villa Waldfrieden nach langem Leerstand. Um ihr einen lebendigen Part im Skulpturenpark zuzuweisen, galt es, die Villa nicht nur zu restaurieren, sondern sie auch neu zu interpretieren. In Wertschätzung der historischen Anlage wurden vorhandene Bausubstanz und materieller Bestand möglichst weitgehend erhalten und somit trotz Umrüstung von Park und Gebäuden für die neue Nutzung blieb ihre geschichtliche Dimension bewahrt.
2008 wurde der Skulpturenpark in der Trägerschaft einer gemeinnützigen Stiftung der Familie Cragg (Cragg Foundation) eröffnet.
Der Park beherbergt eine stetig wachsende Skulpturensammlung, darunter Ausschnitte aus dem umfangreichen Werk Tony Craggs. Begleitend werden in Wechselausstellungen Werke international bedeutender Künstler gezeigt, Vorträge zu kulturwissenschaftlichen Themen angeboten und Konzerte veranstaltet. Die Villa beherbergt das Archiv und die Verwaltungsbüros der Cragg Foundation. Das Gebäude ist aus konservatorischen Gründen nicht öffentlich zugängig, kann aber gelegentlich im Rahmen von Führungen besichtigt und für exklusive Veranstaltungen angemietet werden.

Auszeichnungen:

  • Rheinischer Preis für Denkmalpflege 2010 (LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland)

Autor*in: Cragg Foundation / Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 13.08.2014

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