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Palatium Köln

Palatium Köln
Palatium Köln, Ecke Hohe Straße / Gürzenichstraße
Palatium Köln, Ecke Hohe Straße / Gürzenichstraße
Detailansicht Obergeschoss Palatium
Skulptur an der Südseite des Palatiums
Palatium, erleuchtet
Palatium, erleuchtet
Fassade des Palatiums am Abend

Palatium Köln
Palatium Köln, Ecke Hohe Straße / Gürzenichstraße
Palatium Köln, Ecke Hohe Straße / Gürzenichstraße
Detailansicht Obergeschoss Palatium
Skulptur an der Südseite des Palatiums
Palatium, erleuchtet
Palatium, erleuchtet
Fassade des Palatiums am Abend
Standort
Schildergasse 1-9
50667 Köln
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
Baujahr:
1911-1912
Epoche(n):
Historismus
Urheber*in:
Bauherr*in:

Mit dem „Palatium“ an der Kölner Schildergasse realisierte Wilhelm Kreis 1911–1912 ein städtebaulich prägnantes Geschäftshaus. Der Bau markiert die Schnittstelle eines groß angelegten städtischen Transformationsprozesses im frühen 20. Jahrhundert: 1903 hatte der Rat der Stadt Köln die Verlängerung der Schildergasse bis zum Heumarkt beschlossen. Die Umsetzung erfolgte durch einen Straßendurchbruch von der Gürzenichstraße zur Schildergasse, ausgeführt 1910 unter der Regie des Stadtplaners Carl Rehorst.

Die neu entstandene Insellage des Grundstücks – gefasst von Schildergasse, Gürzenichstraße und Hohe Straße – erforderte einen unregelmäßigen, annähernd dreieckigen Grundriss. Kreis reagierte mit einer kraftvollen, axial gegliederten Komposition, die zugleich auf die Dynamiken des Stadtraums antwortet. Das viergeschossige Gebäude mit Dachgeschoss ist durch Kolossalordnungen vertikal strukturiert und verfügt über markante, halbrunde Eckrisalite mit flach überkuppelten Rundtürmen an Ost- und Westseite. Diese akzentuieren nicht nur die Ecklagen, sondern formulieren zugleich städtebauliche Dominanz an prominenter Stelle der Innenstadt.

Die Fassade ist mit Sandstein verkleidet und zeigt eine für Wilhelm Kreis typische Balance aus tektonischer Strenge und dekorativer Noblesse. Die sechsachsigen Fassaden zur Schildergasse und Gürzenichstraße sind durch Pfeilerstellungen rhythmisiert und weitgehend verglast – ein frühes Beispiel funktionaler Schaufensterarchitektur im Kontext großstädtischer Warenpräsentation. Die Eckachsen fungieren als gestalterische Gelenkpunkte im städtischen Gefüge.

Nahezu zeitgleich zur Planung des „Palatium“ war Wilhelm Kreis mit dem gegenüberliegenden Kaufhaus Tietz (heute Galeria Kaufhof) befasst. Das „Palatium“ wurde 1986 unter Denkmalschutz gestellt und ist bis heute ein architektonisch wie städtebaulich markantes Element der Kölner Innenstadt.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 28.05.2025

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Architektur Gewerbebauten Verwaltungs-/Bürogebäude