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Ev. Kreuzkirche Bergneustadt-Wiedenest

Ev. Kreuzkirche Bergneustadt-Wiedenest, Südansicht
Ev. Kreuzkirche Bergneustadt-Wiedenest
Ev. Kreuzkirche Bergneustadt-Wiedenest, Nordansicht
Ev. Kreuzkirche in Bergneustadt-Wiedenest
Küsterhaus und ev. Kreuzkirche in Bergneustadt-Wiedenest
Blick auf das südliche Querhaus aus dem 15. Jh.
Blick zum Altar
Altarraum
Blick nach Westen zum Eingang und Orgelempore
Blick auf Eingang und Orgelempore
Blick ins Seitenschiff
Blick ins Querschiff mit Wandmalereien
Vierung mit Deckenmalerei
Vierungsgewölbe mit Deckenmalerei (Jüngstes Gericht)
Deckenmalerei in der Vierung
Wandmalereien
Wandmalereien
Taufstein im linken Seitenschiff

Ev. Kreuzkirche Bergneustadt-Wiedenest, Südansicht
Ev. Kreuzkirche Bergneustadt-Wiedenest
Ev. Kreuzkirche Bergneustadt-Wiedenest, Nordansicht
Ev. Kreuzkirche in Bergneustadt-Wiedenest
Küsterhaus und ev. Kreuzkirche in Bergneustadt-Wiedenest
Blick auf das südliche Querhaus aus dem 15. Jh.
Blick zum Altar
Altarraum
Blick nach Westen zum Eingang und Orgelempore
Blick auf Eingang und Orgelempore
Blick ins Seitenschiff
Blick ins Querschiff mit Wandmalereien
Vierung mit Deckenmalerei
Vierungsgewölbe mit Deckenmalerei (Jüngstes Gericht)
Deckenmalerei in der Vierung
Wandmalereien
Wandmalereien
Taufstein im linken Seitenschiff
Standort
Martin-Luther-Straße 1
51702 Bergneustadt
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
Baujahr:
12. Jh.
Epoche(n):
Romanik, Gotik
Urheber*in:
Bauherr*in:

Die Evangelische Kreuzkirche im Bergneustädter Ortsteil Wiedenest ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude von hoher bau- und kunsthistorischer Bedeutung. Sie gehört zu den sogenannten Bunten Kirchen des Oberbergischen Landes und bewahrt wesentliche Zeugnisse mittelalterlicher Sakralarchitektur.

Historischer Hintergrund
Die Gründung der Kirche reicht vermutlich in das frühe 12. Jahrhundert zurück. Ursprünglich war sie Filialkirche der Pfarrkirche in Gummersbach, erhielt jedoch 1154 durch die Abpfarrung eigene Pfarrrechte. Ab 1301 fungierte sie über mehrere Jahrhunderte als Pfarrkirche der neu gegründeten Veste Neustadt. Im 15. Jahrhundert erfolgte die Weihe an das Heilige Kreuz, womit sich die Kirche zu einem regionalen Wallfahrtsort entwickelte. Nach der Reformation wurde sie evangelisch.

Baugestalt und Entwicklung
Die Kirche liegt abseits des Ortes auf einem ummauerten Friedhof am Hang des Dörspetals. Der Bau ist als dreischiffige Pfeilerbasilika mit zwei Jochen und schmalen Seitenschiffen ausgeführt. Der vorgesetzte Westturm aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts prägt mit seiner achtseitigen Pyramidenspitze das äußere Erscheinungsbild und wirkt im Verhältnis zum kleinen Langhaus ungewöhnlich hoch.

Zwischen 1452 und 1454 wurde der ursprüngliche Ostabschluss durch Querhaus und Rechteckchor ersetzt. Das Mittelschiff und das Langhaus sind kreuzgratgewölbt, Querhaus und Chor mit Kreuzrippengewölben versehen. Während die Obergadenfenster ihre ursprüngliche Form bewahrt haben, wurden die Fenster der Seitenschiffe später vergrößert; ihr Maßwerk ist rekonstruiert.

Der schmucklose Außenbau besteht aus verschlämmtem Bruchsteinmauerwerk und ist vollständig mit Schiefer gedeckt. Die Ostteile weisen höhere Satteldächer auf als das Langhaus.

Innenraum und Ausstattung
Bei der umfassenden Instandsetzung von 1962 bis 1964 wurde der mittelalterliche Zustand des Innenraums weitgehend wiederhergestellt. Spätere Ergänzungen an den zuvor freigelegten Wandmalereien wurden entfernt, die Architekturelemente erhielten eine zurückhaltende graue Fassung.

Im Zuge weiterer Maßnahmen im Jahr 2010 erfolgten funktionale und liturgische Anpassungen, darunter der Einbau einer Fußbodenheizung, der Austausch des Altars sowie eine neue Beleuchtung. Der historische Taufstein wurde in das linke Seitenschiff versetzt.

Wandmalereien
Besonders hervorzuheben ist der fragmentarisch erhaltene Wandmalereizyklus aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Im Chor sind Szenen wie die Anbetung der Könige sowie Heiligen- und Apostelfiguren erkennbar. Die Malereien der Querhausarme zeigen im Süden die Kreuzlegende nach der Legenda aurea und im Norden die Passion Christi. Das Vierungsgewölbe stellt das Jüngste Gericht dar.

Weitere ornamentale Malereien, teils bis ins 13. Jahrhundert zurückreichend, wurden bei mehreren Freilegungen entdeckt. Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten fanden unter anderem 1984 und 2015 statt.

Die weiteren Bunten Kirchen auf baukunst-nrw:
Ev. Kirche in Gummersbach-Lieberhausen
Ev. Kirche in Nümbrecht-Marienberghausen
Ev. Kirche Marienheide-Müllenbach
Ev. Kirche in Wiehl-Marienhagen

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 23.12.2025

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Architektur Öffentliche Gebäude Sakralbauten