baukunst-nrw

Haus Traar

Haus Traar 2009
Anwesen 2009

Haus Traar 2009
Anwesen 2009
Standort
An der Elfrather Mühle 241
47802 Krefeld
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
  • Sanierung Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
Baujahr:
13. Jh. / 17.-19. Jh. / 1992-93
Epoche(n):
Urheber*in:
Bauherr*in:

„Haus Traar“ ist ein ehemaliges Rittergut in Krefeld-Traar. Von Adeligen Mitte des 13. Jahrhunderts als Rittergut erbaut, gelangte es bald darauf für rund 500 Jahre in den Besitz des Deutschen Ordens. Nach der Säkularisation wurde das Anwesen auch von allen nachfolgenden Besitzen durchgängig als landwirtschaftlicher Gutshof genutzt.
Das Gebäudeensemble besteht aus einem Eingangstor, einem Herrenhaus, einem Halfmannshaus (Haus des Verwalters), Wirtschaftsgebäuden, einer Kapelle und einer Garten- und Parkanlage mit Wassergräben.
Das Eingangstor ist aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und führt in den inneren Hof. Das Herrenhaus ist ein zweigeschossiges, verputztes Backsteingebäude aus dem Jahr 1664. Die damals errichteten Türme an der nordwestlichen Ecke fielen dem Umbau im Jahr 1830 zum Opfer. 1993 wurde das Herrenhaus denkmalgerecht umgebaut und saniert. Dabei blieb der Eichenholzdachstuhl aus dem 17. Jahrhundert, die Eichenholzdielen und die Innentreppen und Türen aus dem 19. Jahrhundert erhalten.
Anstelle des strohgedeckten Fachwerkbaus von 1760 wurde ein zweigeschossiges Backsteinhaus als Halfmannshaus errichtet.
Die Kapelle ist ein einschiffiger Backsteinbau von 1669 mit einem rechteckigen Saal von 6,40 x 4,75 Metern und einem polygonalen, halbhohen und nachträglich angefügten Sakristeianbau.
Im 19. Jahrhundert wurden die Freiflächen zu einem aufwändigen Landschaftspark ausgebaut. Dieser erstreckte sich südlich und nördlich der Gebäude als Waldpark, der von Gräben und Lichtungen durchzogen war. Heute sind die 1834 gepflanzte Lindenallee und einige Einzelbäume als eingetragene Naturdenkmäler geschützt.
Nach Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung wurden ab 1992 sämtliche Wirtschaftsgebäude zu Wohnzwecken umgebaut.

Autor*in: Georg Weber / Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 09.03.2011

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