48143 Münster
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Ausgezeichnet
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Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
- Baujahr:
- 2010
- Epoche(n):
- Gegenwart
- Urheber*in:
- Bauherr*in:
Das bestehende Parkhaus von 1964 wurde von Fritzen + Müller-Giebeler Architekten einer Metamorphose unterworfen und in Teilbereichen durch Entkernung und Abtragen der oberen Geschosse zurückgebaut. Basis des Entwurfs ist der Erhalt wesentlicher Teile der alten Bausubstanz bei völlig veränderter Nutzung. So wird der ehemalige Außenraum zum Innenraum, ein nüchterner Zweckbau zum komplexen Raumkunstwerk.
Das Erdgeschoss und das 1. Obergeschoss mit Mezzanin wurden zu Verkaufs- und Ausstellungsflächen mit Loftcharakter, einer Fahrradgarage und Büroräumen umgebaut. Dabei blieb die Struktur des vormaligen Parkhauses ablesbar. Die Kragarme der versetzten Parkhausebenen ragen in den Luftraum und das Tragwerk ist durch die großen Glasflächen auch von außen zur Stubengasse hin zu erkennen. Sichtbetonstreifen zeichnen als veredelte Reminiszenz die Höhen des alten Parkhauses nach und bilden den präzisen Rahmen der großen Verglasungen.
Für die Fassaden wurde ruppiger Backstein mit den hellen Sichtbetonfertigteilen kombiniert. Zur Verschattung der großzügigen Glasflächen wurden an den Loggien prägnante Vorhänge vorgesehen.
Die oberen beiden Geschosse wurden auf dem bestehenden Tragwerk neu errichtet. Die statischen Lasten werden über das alte Betonskelett abgetragen. Hier entstanden acht Wohnungen mit Loggien, die über ein begrüntes Atrium erschlossen werden.
Das Projekt besetzt als abschließender Baustein eine wichtige Raumkante des neu geschaffenen Dreieckplatzes der Stubengasse und wurde als Teil des Gesamtensembles Stubengasse mit dem Deutschen Städtebaupreis 2010 ausgezeichnet.
Auszeichnungen:
- Architekturpreis Beton 2011 (BDZ / BDA), Preisträger
- Auszeichnung guter Bauten 2010 (BDA Münster-Münsterland), Anerkennung
Autor*in: Fritzen + Müller-Giebeler Architekten / Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 13.01.2020
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