baukunst-nrw

St. Clemens in Wissel

Ansicht von Nordosten
südwestliche Ansicht
Südostansicht mit Chor
Seitenansicht St. Clemens in Wissel von Süden
Ansicht von Osten
Westfassade
Ansicht von Nordwesten
Eingangsseite Seitenschiff St. Clemens in Wissel (ca. 1978)
Blick in den Innenraum
Taufstein

Ansicht von Nordosten
südwestliche Ansicht
Südostansicht mit Chor
Seitenansicht St. Clemens in Wissel von Süden
Ansicht von Osten
Westfassade
Ansicht von Nordwesten
Eingangsseite Seitenschiff St. Clemens in Wissel (ca. 1978)
Blick in den Innenraum
Taufstein
Standort
Köstersdick
47546 Kalkar
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
Baujahr:
Mitte 12. Jh.
Epoche(n):
Romanik
Urheber*in:
Architektin Inge Breidenbach (1977-1982 Restaurisierung Innenraum, in Zusammenarbeit mit Martin Breidenbach)
Architekt Hermann Breidenbach (1972-1977 Restaurisierung Außenhülle)
- keine Angabe - (Ursprungsbau)
Bauherr*in:

Die Basilika St. Clemens in Wissel (Stadt Kalkar) wurde Mitte des 12. Jahrhunderts aus Tuffstein erbaut. Der dreischiffige Kirchenbau, bei dem das Mittelschiff eine Länge von drei Jochen aufweist, wurde im gebundenen System errichtet und im Osten mit einem Querschiff versehen. An beiden Seiten des Chors befinden sich Flankentürme. Die ursprünglich romanische Halbkreisapsis wurde in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts durch einen 5/8 Chorschluss ersetzt.

Den Außenbau kennzeichnet eine Gliederung mit Rundbogenfriesen und Lisenen am Obergaden, am Querschiff sowie den Chorflankentürmen. Die beiden Türme weisen drei Geschosse auf und sind mit Rhombendächern über gemauerten Dreiecksgiebeln gedeckt.

Im Inneren der Kirche wölben sich Kreuzrippen in Mittel- und Querschiff über kreuzförmigen Pfeilern. Die Seitenschiffe sind kreuzgratgewölbt. Breite gemauerte Gurtbögen trennen die einzelnen Joche voneinander. Die schräg eingestellten Pfeilervorlagen sind mit verkröpften Kämpfern, über denen die Bögen ansetzen, versehen.

Die Mittelschiffwand gliedert sich in Rundbogenarkaden, gefolgt von überkuppelten Rundbogenblenden, die von paarweise angeordneten Fenstern im Lichtgarden bekrönt sind.

1844-47 wurde die Kirche restauriert und 1954/55 der Innenraum instandgesetzt.

Im Zeitraum von 1972 bis 1982 wurde eine umfassende Restaurierung des Kirchengebäudes durchgeführt. Nach der Instandsetzung der Außenhülle und der Durchführung statischer Maßnahmen an den Gewölben erfolgte eine Neugestaltung des Innenraumes mit farbiger Fassung. Der ursprüngliche Anstrich, der im Bogen zur nördlichen Nebenapsis entdeckt wurde, diente dabei als Vorbild für die Bearbeitung der Wand- und Gewölbeflächen. Der Befund hinter der Kanzelrückwand war Grundlage für die Gestaltung der Pfeiler, Bögen und Rippen. Durch die Berücksichtigung der historischen Elemente und Details wurde der Kirchenraum soweit möglich bis auf die fehlende romanische Ausmalung in seiner ursprünglichen Gestalt wiederhergestellt.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 14.12.2023

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