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Schloss Rheda

Schloss Rheda, Ansicht von Westen mit Kapellenturm
Kanzlei, Schloss Rheda
Kanzlei, Schloss Rheda
Treppenaufgang Kanzlei, Schloss Rheda
Torhaus
Torhaus
Schlossmühle
Schlossmühle
Komödienhaus
Marstall
Schloss Rheda im Winter
Kapellenturm
Schloss Rheda mit Bibliotheksturm
Zufahrt zum Schloss
Schloss Rheda, Blick über die Gräfte
Orangerie und Schlossmühle im Schlossgarten
Orangerie im Schlossgarten
Schlossgarten

Schloss Rheda, Ansicht von Westen mit Kapellenturm
Kanzlei, Schloss Rheda
Kanzlei, Schloss Rheda
Treppenaufgang Kanzlei, Schloss Rheda
Torhaus
Torhaus
Schlossmühle
Schlossmühle
Komödienhaus
Marstall
Schloss Rheda im Winter
Kapellenturm
Schloss Rheda mit Bibliotheksturm
Zufahrt zum Schloss
Schloss Rheda, Blick über die Gräfte
Orangerie und Schlossmühle im Schlossgarten
Orangerie im Schlossgarten
Schlossgarten
Standort
Steinweg 16
33378 Rheda-Wiedenbrück
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
Baujahr:
ab 12. Jh.
Epoche(n):
Romanik, Renaissance
Urheber*in:
Bauherr*in:
Internet:
www.schloss-rheda.de

Schloss Rheda wurde im 12. Jahrhundert als eine von der Ems umflutete Wasserburg auf einer Hochmotte, einem künstlich angelegten Hügel, errichtet.
Erstmals erwähnt wurde die Burganlage 1170 als Sitz des Edelherrn Widukind von Rheda. Nach dessen Tod ging die Anlage an die Edelherren zur Lippe und befindet sich seit dem 16. Jahrhundert im Besitz des Hauses Bentheim-Tecklenburg.
Die Anlage umfasst die runde Hauptinsel mit dem Schloss, eine Vorburg mit dem Marstall, der Kanzlei und dem sogenannten Komödienhaus sowie weitere Wirtschaftsgebäude und einen seit 1613 nachgewiesenen Garten. Die umgräftete Schlossanlage ist über eine als Damm errichtete Zufahrt, den Steinweg, an die Stadt Rheda angebunden.
Die Verwendung des Materials Backstein ist ungewöhnlich früh für einen Bau des 12. Jahrhunderts in Westfalen.
Die einzelnen Schlosstrakte sind in unregelmäßiger, zum Teil noch ringförmiger Anordnung als Flügelbau angelegt und umfassen den Renaissancetrakt und den barocken östlichen Schlosstrakt – gerahmt von mittelalterlichen Wehrtürmen, dem Kapellenturm und dem (als Bibliothek genutzten) Wohnturm.
Der sich südlich der Durchfahrt anschließende dreigeschossige Flügel wurde 1612/13 mit einer zum Hof hin aufwendig dekorierten Front im Stil der Lipperenaissance errichtet.
In dem 1745-47 von Cornelius Gottfried Treu entworfenen zweigeschossigen Osttrakt befindet sich der Festsaal, ‚Weißer Saal‘ genannt, mit angrenzenden Appartements. Diese sind mit handgedruckten Tapeten aus dem Jahr 1804 der französischen Manufaktur Zuber & Cie ausgestattet und umfassen unter anderem den bemerkenswerten Landschaftszyklus ‚Vues de Suisse‘.
Hervorzuheben sei insbesondere der Kapellenturm, eines der bedeutendsten Zeugnisse der Spätromanik in Westfalen. Der 1273/74 fertiggestellte Turm weist jeweils zwei Kapellen- und Wohngeschosse auf. Durch die Verbindung der Bauaufgaben Wehrbau, Sakral- und Wohnraum kommt dem Kapellenturm eine besondere Raumwirkung zu, die so ohne Parallelen ist. Der zweigeschossige Raum wird lediglich von einer Empore unterteilt und weist figürliche Bauplastik auf, die auf rheinischen Vorbildern beruht und eine hohe bildhauerische Qualität zeigt.

Weitere Informationen zum:
Schlossgarten Rheda

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 02.10.2024

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