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Franziskanerkirche St. Marien Rheda-Wiedenbrück

St. Marien von Süden, rechts Klosterübergang
St. Marien von Südwesten mit Turm
St. Marien Rheda-Wiedenbrück
St. Marien mit Turm von Süden
St. Marien Rheda-Wiedenbrück
St. Marien Rheda-Wiedenbrück
Verbindungsbogen zwischen Kloster und Kirche
Blick in den Chorraum nach Osten
Blick auf den Eingang und die Orgelempore im Westen
St. Marien, Kapelle
St. Marien Grundriss

St. Marien von Süden, rechts Klosterübergang
St. Marien von Südwesten mit Turm
St. Marien Rheda-Wiedenbrück
St. Marien mit Turm von Süden
St. Marien Rheda-Wiedenbrück
St. Marien Rheda-Wiedenbrück
Verbindungsbogen zwischen Kloster und Kirche
Blick in den Chorraum nach Osten
Blick auf den Eingang und die Orgelempore im Westen
St. Marien, Kapelle
St. Marien Grundriss
Standort
Möchstraße 22
33378 Rheda-Wiedenbrück
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
  • Sanierung Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
Baujahr:
13. Jh. (Vorgängerbau) / 1470 / 1730 (Sakristei)
Epoche(n):
Gotik, Barock
Urheber*in:
Bauherr*in:

Die Franziskanerkirche St. Marien in Rheda-Wiedenbrück liegt im Stadtteil Wiedenbrück nahe des Kirchplatzes. Sie ist den Patroninnen Maria und Ursula geweiht, wird jedoch oft Franziskanerkirche oder Paterskirche genannt, da sie vom angeschlossenen Franziskanerkloster verwaltet wird.

Um 1200 wurde auf dem Gelände des heutigen Baus eine romanische Kirche errichtet, die St. Ursula geweiht war. 1470 wurde sie neu erbaut und erhielt ihr doppeltes Patrozinium. In den Jahren von 1625 bis 1627 war sie eine Missionsstation der Jesuiten, bis sie 1644 den Franziskanern übertragen wurde. Das angeschlossene Kloster wurde im selben Jahr von Franz Wilhelm Graf von Wartenberg, Fürstbischof von Osnabrück, gegründet. Im Jahr 1645 wurde an der östlichen Seite ein Verbindungsbogen zwischen Kloster und Kirche errichtet.

Bei dem erhaltenen Bau handelt es sich um eine spätgotische dreischiffige Hallenkirche mit insgesamt drei Jochen und einem einjochigen Chor mit 5/8-Schluss. Die Joche des Mittelschiffs sind rechteckig, während die der Seitenschiffe quadratisch angelegt sind. Voneinander abgetrennt werden diese durch spitzbogige Scheidbögen. Über einem gebusten Kreuzrippengewölbe mit Schlusssteinen erhebt sich ein Walmdach. Von außen wird der Kirchenbau durch einen quadratischen Westturm mit barocker Turmhaube aus dem Jahr 1730 ergänzt. Aus diesem Jahr stammen auch die angebaute barocke Sakristei, sowie die Chordachreiter. Die weiß verputzte Fassade wird durch Strebepfeiler und ein umlaufendes Kaffgesims gegliedert.

Die Fenster im Langhaus sind durch Fischblasen gekennzeichnete Maßwerkfenster, während die Chorfenster mit einem breit gekehlten Gewände ohne Maßwerk gestaltet sind.
Im Inneren finden sich mehrere historische Ausstattungsgegenstände: darunter eine Pietà von ca. 1500, der Marienalter von 1628 (jesuitisch) und der Annenalter von 1645 (franziskanisch). Zudem finden sich eine Kreuzwegdarstellung, die 1911/12 von Heinrich Repke gestaltet wurde.

Die letzten Sanierungsarbeiten fanden 2008 (Innenraum) und 2010 (Fassade) statt. Im Jahr 2011 wurde der Kirchenvorplatz neu gestaltet. Die Franziskanerkirche St. Marien steht unter Denkmalschutz.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 08.07.2024

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Architektur Öffentliche Gebäude Sakralbauten