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Ev. Marienkirche Dortmund

Ev. Marienkirche Dortmund, Südansicht
Ev. Marienkirche Dortmund von oben
St. Marien von Westen und St. Reinoldi dahinter
Ev. Marienkirche Dortmund, Außenansicht Chor
Innenansicht Sankt Marien Kirche Dortmund, Blick nach Westen Richtung Eingang
Blick vom Marienaltar in der Kirchenraum
Schwalbennest-Orgel in der Marienkirche Dortmund
Blick Richtung Altar in der Marienkirche Dortmund
Das Altarbild des Marienaltars ist ein Hauptwerk der deutschen spätmittelalterlichen Malerei
Sakramentshaus im Chor
Chorfenster oberer Abschluss
Blick auf den Berswordt-Altar
Grundriss der Marienkirche Dortmund
Aufriss der Marienkirche

Ev. Marienkirche Dortmund, Südansicht
Ev. Marienkirche Dortmund von oben
St. Marien von Westen und St. Reinoldi dahinter
Ev. Marienkirche Dortmund, Außenansicht Chor
Innenansicht Sankt Marien Kirche Dortmund, Blick nach Westen Richtung Eingang
Blick vom Marienaltar in der Kirchenraum
Schwalbennest-Orgel in der Marienkirche Dortmund
Blick Richtung Altar in der Marienkirche Dortmund
Das Altarbild des Marienaltars ist ein Hauptwerk der deutschen spätmittelalterlichen Malerei
Sakramentshaus im Chor
Chorfenster oberer Abschluss
Blick auf den Berswordt-Altar
Grundriss der Marienkirche Dortmund
Aufriss der Marienkirche
Standort
Kleppingstr. 5
44135 Dortmund
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
  • Sanierung Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
Baujahr:
um 1170/80 / 1320/30 - 1350/60 (Umbau)
Epoche(n):
Romanik, Gotik
Urheber*in:
Bauherr*in:
Internet:
www.st-marien-dortmund.de

Die evangelische Marienkirche in Dortmund wurde um 1170/80 als Basilika mit Doppelturmanlage und drei halbrund abgeschlossenen Chören errichtet und bildete damit das einzige romanische Beispiel dieses Bautypus‘ in Westfalen.
Ab 1320/30 wurden schrittweise einzelne Bauteile erneuert und die Umbaumaßnahmen mit den Nebenchören und dem um 1350/60 vollendeten Hauptchor fertiggestellt.

Im Jahr 1805 wurde der nördliche Turm, später auch der nördliche Nebenchor abgetragen. Nach einem 1833 u.a. durch Karl Friedrich Schinkel verhinderten Abbruch der Marienkirche wurde diese 1837-39 und 1881/82 instandgesetzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Chorgewölbe teilweise zerstört und das Kircheninnere brannte aus. Bis 1957 konnte der Sakralbau rekonstruiert werden.

Der heutige Bau zeigt sich als dreijochige Basilika mit einem Turm im Südwesten und einem zweijochigen gotischen Chor im 5/8 Schluss wie auch einer Sakristei im Süden.
Der Obergaden und die südliche Seitenschiffwand sind im romanischen Zustand, wobei ein gotisches Portal und Maßwerkfenster im Osten eingelassen sind. Die beim Umbau um 1320/30 nahezu vollständig ersetzte Seitenschiffwand ist mit Strebepfeilern versehen, in Maßwerkfenstern geöffnet und über zwei Spitzbogenportale zu betreten. Der Chor ist höher als das Langhaus und mit hohen Maßwerkfenstern zwischen gestuften Strebepfeilern gegliedert. Der mit einem Rhombendach gedeckte Glockenturm über dem westlichen Seitenschiffjoch ist durch seine leicht zurückgestuften Geschosse und Gesimse untergliedert.

Das Innere der Marienkirche in Dortmund wird durch das steil proportionierte Mittelschiff mit deutlich niedrigeren breiten Seitenschiffen bestimmt. Der Wandaufriss zeichnet sich durch hohe geschlossene Wandflächen zwischen den Rundbogenarkaden und den Obergadenfenstern aus. Dabei ist die Gliederung der Architekturelemente ungewöhnlich plastisch.

Das Mittelschiffgewölbe, ringförmig gemauerte Kuppeln auf Pendentifs, ist für Westfalen eher ungewöhnlich. Die Seitenschiffe sind zwischen Gurtbögen kreuzgratgewölbt. Der kreuzrippengewölbte Hauptchor ist fast vollständig mit Maßwerkfenstern verglast. Im Süden des Chors liegt die ehemalige Kapelle der Dortmunder Ratsfamilie Berswordt.

Zur wertvollen Ausstattung der Dortmunder Kirche zählt der gotische Marienaltar von Conrad von Soest (um 1420), ursprünglich ein Flügelretabel, auf dem Szenen aus dem Leben Mariens dargestellt sind. Das Altarbild ist ein Hauptwerk der deutschen spätmittelalterlichen Malerei. Bemerkenswert ist das Flügelretabel des Meisters des Berswordt-Altares (um 1395), das die Kreuzigung Christi, die Kreuztragung und -abnahme wie auch die Verkündigung an Maria zeigt, sowie die romanische Holzskulptur der Thronenden Madonna (um 1230).

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 19.03.2024

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Architektur Öffentliche Gebäude Sakralbauten