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St. Marien Lemgo

St. Marien Lemgo
Seitenansicht
Rückansicht Kirchenschiff
Rückansicht Kirchenschiff
Rückansicht Kirchenschiff
Eingangssituation mit Fassadenversprung
Chor St. Marien
Innenansicht mit Blick in den Chor
Seitenschiff mit Holzempore
Orgel von St. Marien

St. Marien Lemgo
Seitenansicht
Rückansicht Kirchenschiff
Rückansicht Kirchenschiff
Rückansicht Kirchenschiff
Eingangssituation mit Fassadenversprung
Chor St. Marien
Innenansicht mit Blick in den Chor
Seitenschiff mit Holzempore
Orgel von St. Marien
Standort
Stiftstraße
32657 Lemgo
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
  • Sanierung Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
Baujahr:
1260-90 / 1320 (Weihe) / 1964-67 (Restaurierung)
Epoche(n):
Gotik
Urheber*in:
Bauherr*in:

Die heutige evangelisch-lutherische Kirche St. Marien in Lemgo war Pfarrkirche der Neustadt und seit 1306 Kirche eines Dominikanerinnenklosters, welches 1575 als evangelisches Frauenkloster und seit 1713 als weltliches Damenstift genutzt wurde.
Im Jahr 1306 war die Kirche jedoch noch nicht nutzbar, geweiht wurde sie erst 1320. In den Jahren 1260-80 erbaute man zunächst die Ostteile der Marienkirche, 1280/90 wurde der polygonale 5/10 Schluss und im Anschluss daran die Halle von Osten nach Westen errichtet.

Die vierjochige Hallenkirche wurde um 1355-75 um einen Chorwinkelturm im Norden ergänzt und 1476/77 um zwei Geschosse erhöht. Gleichzeitig wurde der Chor nach Süden um ein Joch erweitert. Der Kirchenbau wurde 1860 und erneut in den Jahren 1964-67 restauriert.
St. Marien in Lemgo wurde aus Bruchstein erbaut und mit einer Werksteingliederung versehen. Der Außenbau ist durch gestufte Strebepfeiler und ein umlaufendes Sohlbankgesims gegliedert.

Die Kirche ist über vier Spitzbogenportale in den Ost- und Westjochen der Halle zu betreten. Die hohen zwei- bis fünfbahnigen Fenster sind mit unterschiedlichem Maßwerk ausgestattet. Die Westwand ist bis auf ein Rosettenfenster weitgehend ungegliedert.
Die Chorapsis ist kleinteilig und aufwendig gestaltet; so sind die Strebepfeiler mit Tierfiguren besetzt. Der fünfgeschossige Turm ist mit einem Pyramidendach bedeckt und in unterschiedlich gestalteten Maßwerkfenstern geöffnet.

Das Innere der Hallenkirche mit ihrem breiten Mittelschiff zeichnet sich durch die reiche Beleuchtung aus. Den Rundpfeilern sind im Wechsel Halbsäulen und schlankere Dienste vorgelegt; die Kapitellbänder sind zum Teil mit Blattwerk verziert. Das Kreuzgewölbe mit Birnstabrippen ist mit Schlusssteinen versehen. St. Marien ist mit vielfältiger Bauplastik ausgestattet. Im Nordschiff befindet sich eine hölzerne Empore.
Die farbige mittelalterliche Raumfassung wurde in den Jahren 1964-67 wiederhergestellt.
Hervorzuheben ist die Renaissance-Orgel im Nordschiff, die sogenannte Schwalbennestorgel, die 1587-95 von Georg Slegel erbaut und 1612 wohl von Fritz Scherer erweitert wurde.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 03.07.2023

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Architektur Öffentliche Gebäude Sakralbauten
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