baukunst-nrw

Maximilianpark

Elefantengebäude im Maximilianpark
Maximilianpark mit Glaselefant von hinten
Maximilianpark in Hamm
Glaselefant von unten im Maximilianpark
Glaselefant im Maximilianpark Hamm, erleuchtet
Luftbild Maximilianpark von Süden
Luftbild Maximilianpark von Norden
Luftbild Maximilianpark mit Glaselefant

Elefantengebäude im Maximilianpark
Maximilianpark mit Glaselefant von hinten
Maximilianpark in Hamm
Glaselefant von unten im Maximilianpark
Glaselefant im Maximilianpark Hamm, erleuchtet
Luftbild Maximilianpark von Süden
Luftbild Maximilianpark von Norden
Luftbild Maximilianpark mit Glaselefant
Standort
Alter Grenzweg 2
59071 Hamm
  • Sanierung Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
Baujahr:
1902/1984
Epoche(n):
Urheber*in:
Bauherr*in:
Internet:
www.maximilianpark.de

Der beliebte Freizeitpark auf der ehemaligen Zeche Maximilian entstand 1984 als Landesgartenschau und hat bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Sein Wahrzeichen ist der gläserne Elefant - die zu einer begehbaren Plastik verwandelte ehemalige Kohlenwäsche.

Zu seinen Füßen liegen farbenfrohe Blumenlandschaften, schattenspendende Waldbereiche und außergewöhnliche Spielflächen. Besondere Attraktion: das Schmetterlingshaus mit frei fliegenden Faltern aus tropischen Regionen. In den ehemaligen Zechengebäuden wie Waschkaue oder Elektrozentrale wird heute ein vielfältiges Kultur- und Unterhaltungsprogramm geboten.

Die Eisenwerkgesellschaft Maximilianhütte AG beginnt 1902 zwei Schächte abzuteufen. Bei der Zechengründung hat man jedoch wenig Glück. Ständige Wassereinbrüche gestalten den Schachtbau als sehr schwierig. 1907 werden in einer Teufe von 634 Metern die Flöz führenden Schichten erreicht. Zahlreiche Missgeschicke verzögern jedoch die geregelte Kohleförderung, die 1912 beginnt aber schon 1914 aufgrund von massiven Wassereinbrüchen wieder aufgegeben werden muss.

Nach der Schließung der Zeche entwickelt sich über mehr als ein halbes Jahrhundert weitgehend ungestört eine artenreiche Vegetation auf dem Gelände. Die Zechenbrache bildet sich zum Rückzugsgebiet für viele gefährdete Pflanzen- und Tierarten aus, die sich zum größten Teil ohne menschliche Pflanzungsmaßnahmen ihr Terrain selbständig zurückerobern.

1981 beginnen auf der Zechenbrache Maximilian die Vorbereitungen für die 1. Landesgartenschau Nordrhein-Westfalen. Natur und Bergwerksgeschichte des Geländes fließen in den Umbau ein. Die Relikte der Zeche werden in die Landschaft integriert oder in künstlerische Anlagen einbezogen. Sichtbarste schöpferische Leistung ist die Verwandlung des Kohlenwäschegebäudes in einen riesigen Glaselefanten. 1984 wird der neugeschaffene Maximilianpark eröffnet.

Heute findet sich im Maximilianpark ein reichhaltiges Kulturprogramm. Die ehemalige Elektrozentrale und Werkstatthalle beherbergen verschiedene Ausstellungen. Das Eisenbahnmuseum präsentiert historische Dampf- und Diesellokomotiven. Die Waschkaue bietet als Veranstaltungs- und Kongreßzentrum rund 1.000 Personen Platz. Das Verwaltungsgebäude der ehemaligen Zeche nutzt heute die Kommunalverwaltung als Dienstgebäude.

Autor*in: Route Industriekultur/ Redaktion Baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 29.04.2024

Objektkommentare

Kategorien

Ingenieurbau Energiewirtschaft
Landschaftsarchitektur Parks
Architektur Öffentliche Gebäude Kulturbauten (Kino, Theater, Museen)