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Siedlung Repelen

Siedlung Repelen Straßenansicht
Gotischer Stufengiebel in der Siedlung Repelen

Siedlung Repelen Straßenansicht
Gotischer Stufengiebel in der Siedlung Repelen
Standort
u.a. Herzogstraße, Lauffstraße, Heinestraße
47445 Moers
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
Baujahr:
1930-36
Epoche(n):
Moderne
Urheber*in:
Bauherr*in:

Die Sieldung Repelen ist eine denkmalgeschützte Bergarbeiter Siedlung und wurde von 1930 bis 1936 durch die Bergmannssiedlung linker Niederrhein GmbH errichtet. Die Wohnsiedlung befindet sich im Ortsteil Repelen des Moerser Stadtteils Rheinkamp.

Anlass für den Bau einer neuen Bergarbeitersiedlung war die Expansion der Zeche Rheinpreußen nach Norden. 1927 ging der erste der nach dem Zechendirektor Heinrich Pattberg benannten Pattbergschächte I/II in Betrieb, welche sich in Rheinkamp-Repelen befanden. Um für die Arbeiter möglichst kurze Arbeitswege zu schaffen, errichtete die Bergmannssiedlung linker Niederrhein GmbH zusammen mit der Gemeinde die neue Siedlung nahe der Zechenanlage. Um dennoch eine geringe Schadstoffbelastung für die Mitarbeiter sicherzustellen wurde für die Wohnhäuser ein Standort gewählt, der etwa einen halben Kilometer südwestlich der Zeche lag. Durch die in Mitteleuropa vorherrschenden Westwindwetterlagen sollten die Emissionen der industriellen Anlagen hauptsächlich gen Osten ziehen. Zwar konnten in der Siedlung Repelen nicht ausschließlich Zechenarbeiter einziehen, da gemeinnützige Baugesellschaften nicht werksgebunden bauen durften, aber dennoch fanden viele der Mitarbeiter in der Siedlung Repelen eine Unterkunft. Der Bau der Wohnhäuser erfolgte in zwei Bauphasen, in deren Rahmen insgesamt 387 Wohneinheiten entstanden sind.

Die freistehenden, zweigeschossigen Mehrfamilienhäuser aus Backstein sind traufständig zu den Straßen orientiert und gruppieren sich in Reihen innerhalb eines in etwa rechteckigen Grundstücks. Dabei bilden Sie große, begrünte Innenhöfe mit Nutzgärten und Spielplätzen aus, was eine Beeinflussung durch die vom Briten Ebenezer Howard entwickelte Gartenstadtidee nahelegt. Stilistisch bezieht sich die Architektur auf den Backsteinexpressionismus, der in den 1920er Jahren seine Verbreitung fand. In der Siedlung wurden durch verschiedene Mauertechniken die Gestaltungsmöglichkeiten des Materials Backstein ausgenutzt, sodass Muster zur Gliederung der Fassaden entstehen. Bezüge zur Backsteingotik lassen sich an den Eckbauten der Siedlung auf der Kamper Straße beobachten, die gestufte Giebel und Spitzbogenarkaden aufweisen.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 12.11.2019

Objektkommentare

Monika Scheuren am 17.02.2026 18:12 Uhr

Habe als Kind dort gelebt. Mein Vater war Bergmann. Bin dort in den Kindergarten gegangen. War von der Zeche. Meine Eltern hatten in der Siedlung direkt an der Alimandenstasse und gegenüber an der Zeche eine Wohnung bekommen. Habe dort eine tolle Kindheit gehabt.

Kategorien

Architektur Wohnbauten Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen
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