baukunst-nrw

Stephanuskirche Köln

Vorplatz der Kirche und des Gemeindezentrums
Außenansicht Kirche
Vorplatz der Kirche und des Gemeindezentrums
Rückseite Gemeindezentrum und Kirche
Eingangsbereich
Kirche am Abend
Nordfassade mit Eingang Wohnungen und Zugang zu Gemeinschaftsräumen
Vorplatz der Kirche und des Gemeindezentrums
Der neue Kirchenraum - lediglich die südliche Glasfassade sowie die Stahlträger des Daches blieben erhalten
Deckenspiegel Kirche
Zusammenspiel der neuen Strukturglasfassade mit der dahinter liegenden Bleiverglasung
Besenstrich-Putz Gemeindezentrum
Besenstrich-Glas Kirche
Treppenhaus mit Wohnungseingängen
Gemeinschaftsraum im Untergeschoss
Stephanuskirche vor der Sanierung
Stephanuskirche vor der Sanierung

Vorplatz der Kirche und des Gemeindezentrums
Außenansicht Kirche
Vorplatz der Kirche und des Gemeindezentrums
Rückseite Gemeindezentrum und Kirche
Eingangsbereich
Kirche am Abend
Nordfassade mit Eingang Wohnungen und Zugang zu Gemeinschaftsräumen
Vorplatz der Kirche und des Gemeindezentrums
Der neue Kirchenraum - lediglich die südliche Glasfassade sowie die Stahlträger des Daches blieben erhalten
Deckenspiegel Kirche
Zusammenspiel der neuen Strukturglasfassade mit der dahinter liegenden Bleiverglasung
Besenstrich-Putz Gemeindezentrum
Besenstrich-Glas Kirche
Treppenhaus mit Wohnungseingängen
Gemeinschaftsraum im Untergeschoss
Stephanuskirche vor der Sanierung
Stephanuskirche vor der Sanierung
Standort
Brehmstraße 6
50735 Köln
  • Auszeichnung Ausgezeichnet
  • Sanierung Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
Baujahr:
1965 / 2019-2021 (Sanierung)
Epoche(n):
1950er-70er Jahre, Gegenwart
Urheber*in:
Ingeborg Winter-Bracher (Ursprungsbau 1965)
Fritz G. Winter (Ursprungsbau 1965)
Dipl.-Ing. Christian Klünker (Statik: Sanierung und Erweiterung 2021)
Zeller Kölmel Architekten (Planung Sanierung und Erweiterung 2021)
Bauherr*in:
Internet:
www.zeller-koelmel.eu

Die evangelische Stephanuskirche in Köln-Riehl ist ein kleiner Sakralbau aus den 1960er Jahren, der nach Plänen von Ingeborg Winter-Bracher und Fritz Winter erbaut wurde. Kennzeichnend für die Kirche sind das spitz zulaufende Dach mit seinen dreieckigen Dach- und Fassadenflächen sowie die kunstvolle Bleiverglasung von Lothar Quinte an den nach Süden ausgerichteten Hauptfassaden.

Der in die Jahre gekommene und kaum gedämmte Kirchenbau musste dringend saniert und energetisch ertüchtigt werden. Das nicht mehr sanierungsfähige Gemeindezentrum wurde in diesem Zuge durch einen Neubau ersetzt, der mit der Kirche verzahnt wurde. Die Planungen für Um- und Neubau stammen von Zeller Kölmel Architekten.

Um eine Klimatisierung zu vermeiden, wurde der bestehende Dachüberstand der Kirche genutzt und mit einer außen bündigen zusätzlichen Hülle versehen. Der so entstandene hinterlüftete Zwischenraum dient als Pufferzone, über die im Sommer die warme Luft durch natürliche Konvektion nach außen abgeführt werden kann. Für die äußerste Schicht wurde eine strukturierte Glasfläche mit Besenstrichstruktur gewählt, wodurch die Außenfassade eher schimmert als spiegelt. Eine Besonnung des Glaskunstwerks ist durch die transparente Außenhülle jedoch weiterhin gegeben.

Die Baukörper von Kirche und Gemeindezentrum entwickeln sich aus einem schmalen Sichtbetonsockel und bilden zusammen einen lichten Kirchhof, der sich ins Quartier öffnet. Dank einer fein abgestimmten, einheitlichen gestalterischen Sprache erscheinen der sanierte Kirchenbau und das neu errichtete Gemeindezentrum trotz ihrer Unterschiedlichkeit als zusammengehöriges Ensemble. So wurde die gebrochen-weiße Putzfassade des Gemeindezentrums mit der gleichen Besenstrichstruktur ausgeführt wie das Glas der neuen Kirchenhülle. Auch das Holz-Pfosten-Riegel-System der neuen Kirchenfassade bildet eine gestalterische Klammer und findet sich in den bodentiefen Glasfassaden des Gemeindezentrums wieder.

Aus der Jurybegründung Kölner Architekturpreis 2021 (Anerkennung):
„[…] Den Autoren gelingt damit der Beweis, dass ein technisches Problem nicht immer nur mit noch mehr Technik gelöst werden kann. Sie nähern sich behutsam und ohne Berührungsängste dem in die Jahre gekommenen Bau. In einem gekonnten Zusammenspiel mit dem präzise gesetzten Ersatzneubau für das Gemeindezentrum gelingt ihnen die Transformation zu einem zeitgenössischen Kirchenkomplex mit einem eigenständigen architektonischen Ausdruck. […] Eine Anerkennung verdient, dass es hier gelungen ist, mit Respekt vor dem Bestand, großem handwerklichen Geschick und einer eigenständigen architektonischen Haltung positiv auf die Entwicklung dieses besonderen Ortes einzuwirken.“

Auszeichnungen:

  • Architekturpreis der Evangelischen Kirche im Rheinland 2023, Sonderpreis "Vorbildlich - Klima.Gerecht.2035"
  • Kölner Architekturpreis 2021 (kap - KKV, BDA Köln, DWB, AFR), Anerkennung
  • Heinze ArchitektenAWARD 2021 (Heinze GmbH), 2. Platz Publikumspreis

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 22.04.2024

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Kategorien

Architektur Öffentliche Gebäude Bürger- /Gemeindezentren
Architektur Öffentliche Gebäude Sakralbauten
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