baukunst-nrw

Wohnbebauung Sülzer Freu(n)de

Blick von Dachterrasse
Spielfläche im gemeinschaftlichem Gartenbereich
Rückseitige Platzbebauung mit GartenzonierungGemeinschaftsgarten
Eingangsbereiche
Fassadendetail mit Fensterladen
Innenansicht Wohnung
Interne Treppe
Lichtspiel mit Fensterladen
Lichtspiel mit Fensterladen
Grundriss EG
Querschnitt

Blick von Dachterrasse
Spielfläche im gemeinschaftlichem Gartenbereich
Rückseitige Platzbebauung mit GartenzonierungGemeinschaftsgarten
Eingangsbereiche
Fassadendetail mit Fensterladen
Innenansicht Wohnung
Interne Treppe
Lichtspiel mit Fensterladen
Lichtspiel mit Fensterladen
Grundriss EG
Querschnitt
Standort
Heinz-Mohnen-Platz 23
50937 Köln
  • Auszeichnung Ausgezeichnet
Baujahr:
2010-2012
Epoche(n):
Gegenwart
Urheber*in:
Bauherr*in:

Die aus 16 privaten Bauherren bestehende Baugruppe ‚Sülzer Freunde’ errichtete zwischen 2010 und 2012 mit dem Architekturbüro Klaus Zeller (seit 2019 Zeller Kölmel Architekten) auf dem ehemaligen Kinderheimgelände zwischen Sülzgürtel und Beethovenpark in Köln-Sülz ein Ensemble aus zwie sich gegenüber stehenden Mehrfamilienhäusern im Passivhausstandard.

In den nach außen ruhig gehaltenen 3-4-geschossigen Gebäudekörpern ist eine Vielzahl unterschiedlicher Wohnungstypen untergebracht, die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppenmitglieder abgestimmt wurden. Durch die Wiederholung einiger Typen entsteht Rhythmus, durch den Wechsel zwischen ihnen wird dieser gebrochen. Es entsteht ein lebendiges Bild mit vielen individuellen räumlichen Situationen bei vergleichsweise ruhigen Gesamtkörpern. Durch die Ausbildung zahlreicher Wohnungen über mehrere Etagen haben die meisten Einheiten einen direkten Zugang zum Garten oder Dachgarten.

Das Gebäude wurde als Massivbau mit einschaliger Außenwand (49cm Ziegel mit Perlitefüllung) ohne zusätzliche Wärmedämmung im Passivhausstandard konzipiert. Durch das günstige A/V-Verhältnisse der verhältnismäßig großen Baukörper, reichen die mit dieser Bauart erreichbaren U-Werte (0,157 W/m²K) zur Umsetzung des Passivhausstandard aus. Die Rückmeldungen aus der Bewohnerschaft sind sehr positiv, auch bezüglich Schallschutz und sommerlichem Wärmeschutz. Die Verbrauchserhebungen der ersten zwei Heizperioden bestätigen den vom Architekturbüro errechneten Heizbedarf.

Die Gemeinschaftsräume der Baugruppe befinden sich an der Stirnseite des Grundstücks. Hier sind auch Tiefgarageneinfahrt, Fahrradabstellplätze, Müllraum und Haustechnikzentrale angeordnet und bilden so einen Puffer zu den privaten Wohnbereichen, die sich in den Gebäuderiegeln befinden, die den gemeinschaftlichen Garten einrahmen. Die meisten Wohnungen haben direkte Zugänge von außen. Diese liegen auf den langen Seiten der Gebäuderiegel und beleben die städtebaulich attraktiven Vorbereiche Kirchplatz und Anton-Antweiler-Straße.

Die privaten Terrassen werden durch Hecken und einen Zierobsthain im Gemeinschaftsgarten vor Blicken aus dem gegenüberliegenden Riegel geschützt. Die Abgrenzung zu den benachbarten Terrassen übernehmen massive Gartenboxen. Die hierin integrierten Metallmöbel (Schrank und Bank) bieten sowohl Stauraum als auch einen vor Blicken geschützten Rückzugsort mit Südwestausrichtung.

Auszeichnungen:

  • Deutscher Ziegelpreis 2015 (ZZS, BMUB, ByAK), Preisträger

Autor*in: Architekturbüro Klaus Zeller / Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 23.08.2023

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Kategorien

Architektur Wohnbauten Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen