baukunst-nrw

Umbau Kirche Zur Heiligen Familie in Köln-Sülz

Kirche zur Heiligen Familie, Ansicht Platz für Kinderrechte
Ehemaliger Kirchenraum, jetzt Kulturraum
Luftbild Zur Heiligen Familie in Köln-Sülz
Kulturraum mit neuer Treppe
Zur Heiligen Familie, Ansicht Elisabeth-von-Mumm-Platz
fassade mit Hirte und Schafen als Betonplastik
Schafherde auf der Fassade
Zur Heiligen Familie, Nordostansicht
Kirche Zur Heiligen Familie mit neobarockem Turm des Vorgängerbaus
Kulturraum nach dem Umbau
Treppenaufgang
Treppenanlage
Beichtstuhl
Paarig angeordnete achteckige Bleiglasfenster
Farbiges Bleiglasfenster
achteckiges Bleiglasfenster
Motiv mit musizierendem Kind im Bleiglasfenster
Motiv mit musizierendem Kind im Bleiglasfenster
Kreuzweg-Motive

Kirche zur Heiligen Familie, Ansicht Platz für Kinderrechte
Ehemaliger Kirchenraum, jetzt Kulturraum
Luftbild Zur Heiligen Familie in Köln-Sülz
Kulturraum mit neuer Treppe
Zur Heiligen Familie, Ansicht Elisabeth-von-Mumm-Platz
fassade mit Hirte und Schafen als Betonplastik
Schafherde auf der Fassade
Zur Heiligen Familie, Nordostansicht
Kirche Zur Heiligen Familie mit neobarockem Turm des Vorgängerbaus
Kulturraum nach dem Umbau
Treppenaufgang
Treppenanlage
Beichtstuhl
Paarig angeordnete achteckige Bleiglasfenster
Farbiges Bleiglasfenster
achteckiges Bleiglasfenster
Motiv mit musizierendem Kind im Bleiglasfenster
Motiv mit musizierendem Kind im Bleiglasfenster
Kreuzweg-Motive
Standort
Elisabeth-von-Mumm-Platz 1
50937 Köln
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
  • Sanierung Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
Baujahr:
1955-1959 / 2014–2020
Epoche(n):
1950er-70er Jahre, Gegenwart
Urheber*in:
Bauherr*in:

Die nach Plänen von Gottfried Böhm bis 1959 errichtete Kirche Zur Heiligen Familie in Köln-Sülz war ursprünglich die Kirche für das damalige Waisenhaus am Sülzgürtel. Nachdem die Einrichtung ab 2009 schrittweise verlegt wurde, erfolgte 2020 der Umbau der Kirche zu einem mulifunktionalen Veranstaltungsort nach Entwurf von Nebel Pössl Architekten. 

Das ehemalige Kirchengebäude besteht aus einem zweigeschossigen Betonkubus, der im Westen durch den neobarocken Turm des Vorgängerbaus ergänzt wird und durch zwei geschlossene Brückenbauten mit den benachbarten Gebäuden verbunden ist. Der eigentliche Kirchenraum ruht auf einem verglasten Erdgeschoss, wobei die Innen- und Außenwände aus Schüttbeton gefertigt sind.

Die Fassade ist mit einer aus Betonplastiken bestehenden Darstellung eines Hirten und seiner Schafe versehen, während der Innenraum durch eine markante Lochwand geprägt ist. Diese umfasst 128 paarweise angeordnete achteckige Bleiglasfenster, auf denen musizierende Kinder dargestellt sind. Ursprünglich war der Kirchenraum nur über eine schmale Treppe im Turm sowie über zwei Brückenflügel aus den Nachbargebäuden zugänglich, die den Nonnen und kranken Kindern vorbehalten waren.

Im Zuge der Umwidmung zum Kulturraum wurde der Altarbereich entfernt, während baugebundene Elemente wie der Kreuzweg und die Beichtstühle erhalten blieben. Der Umbau erfolgte in enger Abstimmung mit dem Büro Böhm und der Denkmalpflege. Die zentrale gestalterische Intervention bestand in einer Umkehrung der ursprünglichen Raumfunktion: Anstelle des Altars befindet sich nun eine neue Treppenanlage. Die sonstigen Eingriffe wurden bewusst als reversible, möbelartige Einbauten konzipiert, um das ursprüngliche Raumgefühl zu bewahren. Der rund 500 Quadratmeter große Saal dient nun als multifunktionaler Veranstaltungsraum, dessen flexible Möblierung eine vielseitige Nutzung ermöglicht. Eine integrierte Theke kann bei Bedarf geschlossen werden und fügt sich nahtlos in die Architektur ein.

Das Erdgeschoss, ursprünglich für eine Kita oder Gastronomie vorgesehen, wird heute von der GWG Köln-Sülz als Bürofläche genutzt. Die Brücken, die für die neue Nutzung erneuert werden mussten, wurden in Form eines Stahltragwerks mit einer mehrschichtigen Haut aus Glas und perforierten Aluminiumverbundplatten rekonstruiert. Die Perforation zitiert die achteckigen Fensteröffnungen der ehemaligen Kirchenwand, wodurch der geschlossene Charakter der Brücken erhalten bleibt, während gezielte Ausblicke in die Kapelle und auf den Platz ermöglicht werden.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 21.07.2025

Objektkommentare

Kategorien

Architektur Öffentliche Gebäude Sakralbauten
Architektur Öffentliche Gebäude Kulturbauten (Kino, Theater, Museen)