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Auferstehungskirche Essen

Außenansicht Auferstehungskirche in Essen
Auferstehungskirche Essen
Auferstehungskirche Essen mit Vorbauten von Süden
Überdachter Umgang Auferstehungskirche Essen
Nach oben gestaffelte Zylinder der Auferstehungskirche
Detail Fassade Auferstehungskirche Essen
Innenraum der Auferstehungskirche mit Blick zum Altar

Außenansicht Auferstehungskirche in Essen
Auferstehungskirche Essen
Auferstehungskirche Essen mit Vorbauten von Süden
Überdachter Umgang Auferstehungskirche Essen
Nach oben gestaffelte Zylinder der Auferstehungskirche
Detail Fassade Auferstehungskirche Essen
Innenraum der Auferstehungskirche mit Blick zum Altar
Standort
Steubenstraße 50
45138 Essen
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
Baujahr:
1929–1930
Epoche(n):
Moderne
Urheber*in:
Bauherr*in:

Inmitten der Weltwirtschaftskrise erschien es den Vertretern der infolge der Industrialisierung stark gewachsenen Essener evangelischen Gemeinde geboten, einen neuen, für etwa 700 Gläubige ausreichenden Kirchenraum zu schaffen. Nachdem ein Wettbewerb keine befriedigenden Ergebnisse hervorgebracht hatte, wurden Otto Bartning und Martin Elsaesser gezielt um konkurrierende Entwürfe gebeten. Bartning schlug einen Zentralbau vor, der die Funktionen des Gemeindelebens in das Kirchengebäude integrierte. Dessen nach außen und innen deutlich demonstrierte und für viele irritierende Neuartigkeit bestand zum einen in der liturgischen Konzeption als Rundkirche im Geiste der evangelischen Liturgiereform, zum anderen in ihren dem profanen Bereich entstammenden modernen Materialien und ihrer Konstruktionsweise.

Bartning bezog sich bei der Idee zur Auferstehungskirche auf seinen Entwurf der Sternkirche von 1922. In Abwandlung dieses Entwurfs besteht die Auferstehungskirche aus drei gestaffelten, sich nach oben verjüngenden Zylindern, deren symbolhaft aufstrebende Wirkung durch die nach oben heller werdenden Fenster von Jan Thorn Prikker verstärkt wurde. Der Grundriss besteht aus fünf Kreissegmenten, von denen eines der Feierkirche vorbehalten ist. Im Zentrum des Baukörpers steht die Taufschale, als Zeichen dafür, dass die Gemeinschaft der Gläubigen aus der Taufe erwächst. Um sie reihen sich in konzentrischen Kreisen die Bankreihen und Emporen für die Gläubigen. Die Kanzel ist, anders als bei der Sternkirche, ein Teil des inneren Kreisbogens, sodass derjenige, der von hier aus zur Gemeinde spricht, ihr zwar gegenübersteht, zugleich aber ein Teil von ihr ist. Der Gemeinschaftsgedanke des Bauwerks ist auch in seiner Funktionalität abgebildet: Der Kirchenraum war durch raumteilende, flexible Wände auch für die vielfältige Gemeindearbeit nutzbar.

Im Unterschied zur expressionistisch wirkenden Sternkirche, für die Bartning eine innovative Holzkonstruktion vorgesehen hatte, wurde die Auferstehungskirche als Stahlskelett realisiert, deren Rippen zum Korrosionsschutz mit Beton ummantelt wurden. Die nicht tragenden Wandfelder wurden mit Mauerwerk ausgefacht und außen mit Klinkern verkleidet. In der nüchternen Offenlegung der modernen Konstruktionsweise folgte Bartning dem Prinzip seiner Stahlkirche auf der Pressa-Ausstellung 1928 in Köln (die 1931 als Melanchthonkirche in Essen wiederaufgebaut im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde). Die Verwendung innovativer Materialien und Techniken war für ihn ein Mittel, die bejahende Zeitgenossenschaft der Glaubensgemeinschaft zum Ausdruck zu bringen.

Autor*in: Birgit Gropp
Text zuletzt geändert am 30.09.2020

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Architektur Öffentliche Gebäude Sakralbauten
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