45891 Gelsenkirchen
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Denkmalgeschützt
- Baujahr:
- 1965
- Epoche(n):
- 1950er-70er Jahre
- Urheber*in:
- Bauherr*in:
Die evangelische Thomaskirche wurde auf einem auf die Spitze gedrehten quadratischen Grundriss errichtet und setzt mit ihrer schiffsbugartigen Form einen städtebaulichen Akzent im Straßenraum der Vorortsiedlung. Sie korrespondiert mit der nahezu zeitgleich in derselben Straße errichteten katholischen Kirche St. Suitbert.
Die äußere und innere Gestaltung wurde auf geometrische Grundelemente – insbesondere das Dreieck – reduziert. Das Dach erweckt den Eindruck eines über dem Sakralraum aufgespannten Zeltes. Der nahezu schmucklose Innenraum orientiert sich auf den schlichten Altar, um den sich die Sitzbänke gruppieren. Mit dieser Ausrichtung verdeutlicht die Kirche den Wandel von der "triumphierenden Kirche" hin zur "Wohnung für die Gemeinde".
Ein hinter dem Altar befindliches Wandrelief in Form eines stilisierten Kreuzes, gestaltet vom Künstler Heinz Nickel, wird indirekt von oben durch eine schlitzartige Aussparung im Dach belichtet. Entlang der Seitenwände wird der Raum durch ansteigende Fensterlamellen erhellt. Im Gegensatz zum lichten Innenraum der Kirche steht der vollkommen in schwarz gehaltene Eingangsraum.
Autor*in: Stadt Gelsenkirchen | Referat Stadtplanung
Text zuletzt geändert am 11.04.2024
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