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Kreuzkirche Düsseldorf

Kreuzkirche Düsseldorf
Ansicht Nord-Ost Kreuzkirche Düsseldorf
Innenraum der Kreuzkirche Düsseldorf

Kreuzkirche Düsseldorf
Ansicht Nord-Ost Kreuzkirche Düsseldorf
Innenraum der Kreuzkirche Düsseldorf
Standort
Collenbachstraße 10
40477 Düsseldorf
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt

Die Kreuzkirche in Düsseldorf-Pempelfort wurde Anfang des 20. Jahrhunderts nach Plänen des Architekten Carl Wilhelm Schleicher im neoromanischen Stil erbaut und im Jahr 1910 eingeweiht. Das Kuppelgewölbe wurde mit Hilfe des Bauingenieurs Karl Walter Mautner konstruiert.

Der monumentale Zentralbau mit seinen fünf hohen, kupfergedeckten Türmen steht weithin sichtbar städtebaulich bestimmend an einer großen Straßenkreuzung. Bemerkenswert sind die großen Fensterbögen in den nach drei Seiten ausgerichteten Giebelfassaden, die durch eingestellte Säulen und Bögen gegliedert werden. Heute steht das Gebäude unter Denkmalschutz.

Anfang der siebziger Jahre hatte man das Gebäude im Sinne der damaligen Zeit „modernisiert“. Dabei wurde die Eingangshalle mit einer Lichtrasterdecke versehen, als Bodenbelag ein Cottomaterial eingebracht, unter die Emporen Gipskartondecken eingehängt und die Beleuchtung mittels Aufbaudownlights realisiert.

Die Sanierung wurde notwendig, da zum einen der Fliesenbelag großflächig gerissen war und sich löste, zum anderen die Beleuchtungssituation im Kircheninnern völlig unbefriedigend war. Die Baumassnahme begann mit der Demontage der eingehängten Deckenelemente, wodurch die Gewölbe in der Eingangshalle und unter den Emporen wieder sichtbar wurden. Das Planungsergebnis ist die Synthese zwischen ursprünglicher Architektur und zeitgemäßen Verständnis der Gemeinde.

Das Material der Treppenaufgänge, Basaltina, wurde als Belag in den Vorraum hineingeführt und grenzt im Kirchenraum das aufgehende Sandsteinmauerwerk gegen den neuen Quarzitboden ab. Die Verlegung betont die Längsachse der Kirche als Hinführung zum Altar, die Hauptfläche hingegen ist quer ausgerichtet. Der Mittelpunkt der Kirche wird durch einen Davidstern hervorgehoben, darüber schwebt ein Leuchtenkranz, der durch direktes und indirektes Licht die prachtvolle Kuppel in Szene setzt.

Für die gesamte Kirchenbeleuchtung wurden abgependelte Leuchten in reduzierter Form gewählt, die die Gewölbe und damit das Volumen der Kirche sichtbar machen, ohne sich jedoch in den Vordergrund zu drängen.

Autor*in: Schwarzkopf Innenarchitektur / Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 13.03.2023

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