50829 Köln
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Denkmalgeschützt
- Baujahr:
- 1936
- Epoche(n):
- Moderne
- Urheber*in:
- Bauherr*in:
- Internet:
- www.butzweilerhof.de
Der Butzweilerhof gehört nicht nur zu den bemerkenswertesten historischen Bauten der Luftfahrt, sondern ist darüber hinaus – neben Berlin-Tempelhof – die einzige zusammenhängende und erhaltene Flughafenanlage der 1930er Jahre in Deutschland.
Schon seine Lage war für damalige Zeiten einzigartig: Zwar entstanden damals fast alle Flughäfen in einiger Entfernung zum Stadtzentrum, aber nur in Köln wurde schon anfangs an die weiterführende Verkehrsanbindung gedacht. Die „Flughafenstraße“ führte direkt vom Butzweilerhof zum Hauptbahnhof. Innerhalb von 20 Minuten war ein ankommender Fluggast mit dem Auto oder Bus in der Stadt oder am Zug.
Der Hauptbau mit dem Empfangs- und Verwaltungstrakt, der Betriebshof, die Flugzeughalle I und der Luftaufsichtsturm bilden ein zusammenhängendes Gebäudeensemble.
Gebäude-Elemente wie z. B. der symmetrische Verlauf der Fensterfronten, der helle Außenputz, die überkragenden Dachränder mit den Kassetten und Schattenleisten und die Ausbildung der Gesimse sind Ausdruck der Neuen Sachlichkeit in der Architektur.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Empfangshalle. Sie ist Kernpunkt des Komplexes: Ein wuchtiger Kubus, dessen Hauptportal durch das Relief eines Adlers aus Basaltlava die Blicke auf sich zieht. Das dunkle Lavagestein findet außerdem in den Fensterumfassungen der Halle und bei den Kreuzfensterreihen der Flügelbauten Verwendung.
Den Abschluss des Gebäudekomplexes bildet der Luftaufsichtsturm. Er ist der architektonische Kontrapunkt zum Westflügel: Ein lichter Bau mit vier um zwei Ecken reichenden Fensterbändern und ein anschauliches Beispiel des Neuen Bauens.
Autor*in: Stiftung Butzweilerhof / Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 04.09.2017
Eine ausführliche Information zur Architektur und den einzelnen Gebäudeteilen des Flughafenensembels finden Sie in diesem Kapitel: www.luftfahrtarchiv-koeln.de/Butzweilerhof_1936_Einleitung.htm