42855 Remscheid
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Denkmalgeschützt
- Baujahr:
- 1778-1779 / 2025 (Sanierung)
- Epoche(n):
- Barock
- Urheber*in:
- Bernhard Bramlage (Sanierung 2025)
- Bauherr*in:
- Internet:
- www.haus-cleff.de
Haus Cleff zählt zu den bedeutendsten Bürgerhäusern des Bergischen Landes und gilt als herausragendes Beispiel des Bergischen Barock. Das repräsentative Doppelhaus entstand 1778/79 im Auftrag der Kaufmannsbrüder Peter Caspar und Johann Peter Hilger. Mit seiner aufwendig gestalteten Schieferfassade und der qualitätvollen Holzornamentik dokumentiert es den Wohlstand des bergischen Bürgertums im späten 18. Jahrhundert. Nach einer umfassenden denkmalgerechten Sanierung wurde das Gebäude 2025 als Museum wiedereröffnet.
Architektonisch ist Haus Cleff als streng symmetrisches Doppelhaus angelegt. Der zweigeschossige Fachwerkbau steht auf einem Natursteinsockel und ist vollständig mit Schiefer verkleidet – ebenso wie das markante Mansarddach. Weiße Holzelemente und grüne Türen prägen gemeinsam mit der Schieferfassade den für das Bergische Land typischen „Bergischen Dreiklang“. Die Hauptfassade wird durch zwei repräsentative Eingangsportale gegliedert, die über seitliche Freitreppen erschlossen werden. Aufwendig geschnitzte Sturzbretter mit Wappenmotiven verweisen auf die Handelsbeziehungen der Bauherren. Das weit auskragende Traufgesims, regelmäßig angeordnete Fensterachsen und die unterschiedlich gestalteten Gauben unterstreichen den repräsentativen Charakter des Gebäudes und verbinden regionale Bautraditionen mit Formen des Rokoko.
Die Sanierung geht auf einen 2013 entdeckten Schädlingsbefall in der historischen Holzkonstruktion zurück, der die Schließung des Museums erforderlich machte. Ziel war die langfristige Sicherung der wertvollen Bausubstanz sowie die Modernisierung für den Museumsbetrieb. Mit der Planung wurde Bernhard Bramlage Architekten aus Düsseldorf beauftragt.
Im Mittelpunkt der Arbeiten standen zunächst die statische Ertüchtigung sowie die Wiederherstellung einer dauerhaft geschlossenen Gebäudehülle. Dach und Fassaden wurden freigelegt, geschädigte Holzkonstruktionen instand gesetzt oder ersetzt und die historische Schieferdeckung denkmalgerecht erneuert. Auch Fenster, Türen und die zahlreichen Gauben wurden sorgfältig restauriert. Anschließend folgte die Instandsetzung der Innenräume, wobei historische Oberflächen und Ausstattungen möglichst erhalten beziehungsweise restauriert wurden. Gleichzeitig integrierte man moderne Haustechnik und die erforderliche Museumsinfrastruktur behutsam in den historischen Bestand.
Mit der Wiedereröffnung im Jahr 2025 präsentiert sich Haus Cleff erneut als eines der wichtigsten Architekturdenkmäler des Bergischen Landes. Die Sanierung zeigt beispielhaft, wie sich historische Bausubstanz durch sorgfältige Restaurierung bewahren und zugleich an heutige Anforderungen anpassen lässt.
Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 26.06.2026
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