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St. Albertus Magnus (jetzt Theater Total), Bochum

Gestaffelter ehemaliger Kirchenbau von St. Albertus Magnus
Zugang St. Albertus Magnus
Zugang St. Albertus Magnus
Vorplatz
Pfarrheim
Eh. Gemeindezentrum von oben
Vorraum
Zuschauertribüne des Theaters
Buntes Glasfenster
Buntes Glasfenster

Gestaffelter ehemaliger Kirchenbau von St. Albertus Magnus
Zugang St. Albertus Magnus
Zugang St. Albertus Magnus
Vorplatz
Pfarrheim
Eh. Gemeindezentrum von oben
Vorraum
Zuschauertribüne des Theaters
Buntes Glasfenster
Buntes Glasfenster
Standort
Königsallee 171
44799 Bochum
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt

An der Königsallee im Bochumer Stadtteil Wiemelhausen befindet sich das von Gottfried Böhm entworfene ehemalige Gemeindezentrum St. Albertus Magnus mit Kirche, Pfarrhaus und Kindergarten.

Die Kirche präsentiert sich als skulpturaler Baukörper, zusammengesetzt aus gegeneinander verschobenen und gestaffelten Kuben. Unter der markanten Verkleidung aus roten Backsteinen im Binder-Läuferverband verbirgt sich ein Stahlbetonskelett, das die Konstruktion trägt.

Ein niedriger, langgestreckter Vorbau mit verglasten Feldern führt in das Innere. Rechtsseitig liegt eine etwas erhöhte Taufkapelle, dahinter öffnet sich der Hauptraum. Das Innere ist durch ein tragendes Rahmenwerk aus feinkörnigem Waschbeton gegliedert, das in deutlichem Kontrast zum Ziegelmauerwerk steht und das Volumen in drei Kirchenschiffe unterteilt.

Der Raum lebt von Asymmetrie, vertikaler Betonung und Höhenstaffelung. Besonders prägend ist das Lichtkonzept: Drei raumhohe, versetzt angeordnete Fensterwände erzeugen ein spannungsvolles Spiel von Licht und Schatten. Ursprünglich waren die Baukörper von Flachdächern abgeschlossen; diese wurden 1987 durch flach geneigte Walmdächer mit Metallverblendung ersetzt, wodurch die klare Kubatur an Wirkung einbüßte.

Im Zuge der Umstrukturierungen im Bistum Essen wurde St. Albertus Magnus 2008 außer Dienst gestellt. Bedeutende Ausstattungsstücke – darunter die Reliquie des Kirchenpatrons, ein Kreuz aus dem Altarraum und eine Monstranz – gelangten in die St.-Johannes-Kirche.

Ende 2012 wurde das Gebäude an das freie Schauspielprojekt Theater Total übergeben. Nach den notwendigen baulichen Anpassungen an behördliche Vorgaben – unter anderem der Einbau eines Bühnenbodens und die Einrichtung von 180 Sitzplätzen – erfolgte 2014 die Profanierung. Seitdem dient das einstige Gotteshaus als Zimmertheater, das Proben und Aufführungen beherbergt und damit eine neue kulturelle Bestimmung gefunden hat.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 26.08.2025

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