45968 Gladbeck
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Denkmalgeschützt
- Baujahr:
- 1912-1914
- Epoche(n):
- Historismus
- Urheber*in:
- Bauherr*in:
Die 1912 bis 1914 vom Kölner Architekten Otto Müller-Jena errichtete neoromanische Heilig-Kreuz-Kirche beherrscht das Bild des Stadtteils Gladbeck-Butendorf. Die zehneckige, zentrale Kirchenkuppel erhebt sich über einem basilikalen Langhaus mit zwei Querhäusern. Der zentrale, überkuppelte Raum ist von einem Fensterkranz umgeben und mit einem zehnteiligen Zeltdach bekrönt. Auf der Westseite des Kuppelbaus wird das durchfensterte Mittelschiff durch zwei niedrigere Seitenschiffe flankiert. Die Westfassade zeichnet sich durch ein imposantes Portal in der Front des Mittelschiffs aus, welches von einem imposanten Bogenfeld überspannt und zu beiden Seiten von je zwei bodenlangen Rundbogenfenstern in den Fronten der Seitenschiffe gerahmt ist.
Die Verbindung von Pfarrhaus und Kirche erfolgt über einen zweigeschossigen Ziegelbau mit einer westlich vorgelagerten Loggia sowie dem mittig daraus aufragenden Kirchturm. Der 46 Meter hohe Turm ist mit rundbogigen Fenstern ausgestattet.
Bei dem Entwurf der römisch-katholischen Heilig-Kreuz-Kirche orientierte sich der Architekt an romanischen Bauten: So folgt der vom Hauptbau losgelöste Glockenturm dem Vorbild des italienischen Campanile (ital. campana = Glocke) und auch die Fassade scheint an mittelalterliche italienische Kirchenbauten angelehnt. Ein vergleichbarer Zentralraum in Form eines Zehnecks (Dekagon) lässt sich in Köln, im romanischen St. Gereon finden.
Seit 1998 steht die Pfarrkirche Heilig Kreuz in Gladbeck unter Denkmalschutz.
Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 18.09.2012
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