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Karl-Lehr-Realschule

Straßenansicht der Karl-Lehr-Realschule
Hofseite mit neuer Arkaden- und Hofgestaltung
Klassenraum beim Einbau neuer Sanitär- und Elektrotechnik
Blick von oben auf Schulgebäude und Hof
Klassenraum nach fertiger Sanierung und Einrichtung
Mädchen-WC vor und nach der Sanierung in betont farbenfroher Optik
Blick in den Schulhof der Karl-Lehr-Realschule
Treppenraum vor und nach der Sanierung mit Ersatz der Glasbausteine durch Alufenster in ursprünglicher Aufteilung
Fluchttreppe
Innenraum nach der Sanierung
Etagenflur
Grundriss Erdgeschoss

Straßenansicht der Karl-Lehr-Realschule
Hofseite mit neuer Arkaden- und Hofgestaltung
Klassenraum beim Einbau neuer Sanitär- und Elektrotechnik
Blick von oben auf Schulgebäude und Hof
Klassenraum nach fertiger Sanierung und Einrichtung
Mädchen-WC vor und nach der Sanierung in betont farbenfroher Optik
Blick in den Schulhof der Karl-Lehr-Realschule
Treppenraum vor und nach der Sanierung mit Ersatz der Glasbausteine durch Alufenster in ursprünglicher Aufteilung
Fluchttreppe
Innenraum nach der Sanierung
Etagenflur
Grundriss Erdgeschoss
Standort
Wacholderstraße 12
47055 Duisburg
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
  • Sanierung Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
Baujahr:
1929 / 2001-06 (Sanierung)
Epoche(n):
Moderne
Urheber*in:
Herzog + Immel (Sanierung Gebäude / Brandschutz)
Immobilien-Management Duisburg IMD (technische Ausrüstung)
Bauherr*in:

Etwa 800 der in der Duisburger Dickelsbachsiedlung lebenden Kinder waren schulpflichtig. Südlich des Dickelsbachs ließ das Stadtbauamt von 1927 bis 1929 eine Volksschule (heute Karl-Lehr-Realschule) errichten. Architekt war Stadtbaurat Hermann Dieter, der zuvor bei Fritz Schumacher in Dresden und Hamburg gelernt und gearbeitet hatte.

Von der Siedlung aus erscheint die Schule als mächtige, symmetrische Anlage, in deren Zentrum zwei hohe Quader die flache, einstöckige Turnhalle einfassen. Die Bewegung stand somit gewissermaßen im Mittelpunkt der Schule, zumindest könnte das aus Sicht der Kinder so aufgefasst worden sein. Die Halle war zugleich repräsentative Aula mit ursprünglich holzverkleideten Wänden und Kugelglasleuchten. Wurde der Saal für Schulversammlungen genutzt, konnten die Turnrecks im Boden versenkt werden. Vom großen Schulhof aus, der über einen Brunnenhof verfügte, stellt sich die Schule als imposante Dreiflügelanlage dar. In den seitlichen Flügeln befanden sich jeweils zehn Klassenräume, sodass die Schule mit den beiden Räumen in den Turmbauten über 22 Klassenzimmer verfügte.

Die strenge Gliederung der Baumassen wird veredelt durch den sorgfältig geplanten Materialeinsatz (Burscheider Backstein in unterschiedlichen Verbänden, hell abgesetzt mit fränkischem Muschelkalk, Parkett in den Klassen, diverse Steinmaterialien in Fluren und Hallen) und das ausgewogene Linienspiel von horizontalen Fensterbändern, die mit den schmalen, vertikalen Mauerbändern der Treppenhäuser oder den hohen Turnhallenfenstern kontrastieren.

Die Volksschule war also alles andere als eine banale Vorortschule für bedürftige Kinder, sondern ein avantgardistischer, in Bezug auf Funktionen, Formen und Materialien durchgestalteter, großstädtischer Bau.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 30.09.2020

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Architektur Öffentliche Gebäude Schulen/Kindergärten/Altenwohnanlagen