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St. Stephanus Münster

St. Stephanus Münster
Nordostansicht St. Stephanus Münster
St. Stephanus Münster, Chor von Osten
St. Stephanus Münster, Südwestansicht
St. Stephanus Münster, Westansicht mit Turm
Blick von Süden mit Kita im Vordergrund

St. Stephanus Münster
Nordostansicht St. Stephanus Münster
St. Stephanus Münster, Chor von Osten
St. Stephanus Münster, Südwestansicht
St. Stephanus Münster, Westansicht mit Turm
Blick von Süden mit Kita im Vordergrund
Standort
Stephanuskirchplatz 4
48151 Münster
  • Denkmalschutz Denkmalgeschützt
Baujahr:
1963-65
Epoche(n):
1950er-70er Jahre
Urheber*in:
Bauherr*in:

Die Backsteinkirche St. Stephanus in Münster bildet das Zentrum einer Gebäudeanlage auf unregelmäßig fünfeckigem Grundriss, in die unter anderem Kindergarten und Pfarrhaus integriert sind. Im Inneren der Anlage öffnet sich ein Hof, um den sich die Baukörper gruppieren.

Auch der Kirchenbau selbst folgt einem fünfeckigen Grundriss. Der Chor ist konchenartig ausgebildet und bildet mit seiner 23 Metern Höhe einen markanten Blickpunkt des Bauwerks. An der Nordwestecke erhebt sich ein Treppenturm, der den Zugang zur Orgelempore ermöglicht und in dessen Obergeschoss sich drei Glocken befinden.

Der Innenraum ist durch eine klare, von Monumentalität freie Formensprache geprägt. Hohe Sichtziegelwände umschließen den stützenfreien Raum. Das Licht fällt durch umlaufende, unmittelbar unterhalb des Deckenansatzes angeordnete Fensterbänder, die den Kirchenraum gleichmäßig und gedämpft erhellen. Seitlich schließt sich eine kleinere Kapelle an, die als Werktagskirche dient.

Die liturgische Ausstattung – Altar, Ambo, Sakramentshaus, Sedilien und Taufstein – wurde weitgehend vom Kölner Künstler Hein Wimmer entworfen. Sie ist aus griechischem Marmor gefertigt und fügt sich in die klare Formensprache des Bauwerks ein. Im blockförmigen Altar sind Reliquien des heiligen Stephanus und des heiligen Viktor von Xanten eingelassen.

Ein besonderer kunsthistorischer Schatz der Kirche sind die 20 Ikonen-Tafeln aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Ursprünglich gehörten sie zu einer russischen Ikonostase, die wohl aus insgesamt 34 Tafeln bestand. Heute prägen sie den Innenraum mit ihrem farbigen und spirituell aufgeladenen Bildprogramm.

Mit ihrer modernen Architektursprache, der Einbindung in ein funktionales Gemeindezentrum und der Verbindung von zeitgenössischer Ausstattung mit historischer Ikonenkunst stellt die St.-Stephanus-Kirche ein bemerkenswertes Beispiel für den Kirchenbau des 20. Jahrhunderts in Münster dar.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 11.09.2025

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Architektur Öffentliche Gebäude Sakralbauten