45277 Essen
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Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
- Baujahr:
- 1966
- Epoche(n):
- 1950er-70er Jahre
- Urheber*in:
- Bauherr*in:
Die Kirche St. Suitbert, eine der Gemeindekirchen der Pfarrei St. Josef Essen Ruhrhalbinsel, wurde im Jahr 1966 eingeweiht. Geplant und konstruiert wurde die Kirche vom Düsseldorfer Architekten Josef Lehmbrock gemeinsam mit dem Bauingenieur Stefán Polónyi.
Die hyperbolisch-paraboloide Dachkonstruktion von St. Suitbert ist ein doppelt gekrümmtes Stahlbeton-Schalenbauwerk. Das nur wenige Zentimeter starke Schalendach überdeckt mit einer Spannweite von 31x22 Meter einen Kirchenraum von ovalem Grundriss. Die Lasten werden zweiseitig von zusätzlich miteinander verbunden Widerlagern abgetragen. Die mit der Dachkonstruktion verbundenen, aber nichttragenden Faltwände sind durch schmale vertikal und unterhalb der Dachschale auch horizontal verlaufende Lichtbänder voneinander getrennt, wodurch das Tageslicht diffus eintreten kann. Die Bänke für die Gemeinde sind fächerartig um den Altarbereich angeordnet.
Ein Vierteljahrhundert nach Errichtung der Kirche wurde eine umfangreiche Sanierung notwendig. Dabei erhielten die Außenwände einen Dämmschutz, der Eingangsbereich wurde außen durch einen überdachten Zugang erweitert und setzt sich im Inneren als Andachtskapelle fort. Eine Empore wurde errichtet, der Steinplattenboden durch Kopfholzpflaster ersetzt und die Innenwände mit einer neuen Farbgebung versehen.
Autor*in: Werner Friese / Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 15.03.2023
Die Sanierung (1986-1989) wurde unter der Leitung/Mitwirkung des Essener Architekten Winfried ter Huerne durchgeführt.
Die St. Suitbert Kirche ist auf jeden Fall einen Besuch wert, am besten kommt der Innenraum bei Sonnenschein zur Geltung!